Lokale Agenda 21

© Fotolia/stockpics

Was machen wir?

Das Wort Agenda stammt aus der lateinischen Sprache und heißt übersetzt "Was zu tun ist". Sinngemäß bedeutet Agenda 21 also  "Was für das 21. Jahrhundert zu tun ist".

Die Agenda 21 ist ein Aktionsprogramm für das Leben im 21. Jahrhundert, das auf der UN-Weltkonferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro im Jahre 1992 beschlossen wurde. Zu den 179 Unterzeichnerländern gehören Entwicklungsländer und Industrienationen. Auch Deutschland hat sich zu den Zielen der Agenda 21 bekannt.

Die Lokale Agenda 21 Schwerin setzt sich für eine tragfähige Zukunft ein, die auch vor der eigenen Haustür beginnen kann. Das Motto "Global denken - Lokal handeln" wird so mit Leben gefüllt. Veranstaltungen und Nachbarschaftstreffen, wie Fahrradworkshops und Kleidertausch oder Kampagnen und Seminare zum Thema nachhaltiger Stadtverkehr, wie auch Netzwerktreffen zu einem Freien offenen Campus werden je nach Beteiligung der Aktiven ehrenamtlich organisiert und durchgeführt.

Ziel ist eine nachhaltige Entwicklung. Nachhaltig bedeutet, dass wir heute so leben und handeln, dass auch unsere Kinder und Enkelkinder eine l(i)ebenswerte Welt vorfinden können.

Charta von Aalborg

Aktuelle Projekte

FOC - Freier Offener Campus

Der Freie Offene Campus ist ein Angebot an alle die in Schwerin leben oder zu Gast sind. Angeboten werden Austausch und Treffen unter anderem zu freien Lernorten, zur Förderung des Hochschulstandorts Schwerin, aber auch ganz allgemein zur Vernetzung von Projekten im Sozial-, Kultur- und Umweltbereich.

FOC - Worum es geht
Straße von Morgen
Bsp. © Lokale Agenda

Wie würdest Du deine Straße gestalten?

Experten und planungsrechtliche Vorgaben bestimmen zu großen Teilen wie unsere Straßen aussehen. Dennoch gibt es Raum für Alternativen! Eine Vielzahl von schönen Beispielen bietet die brasilianische Seite URB-I. Zwar lassen sich nie alle Wünsche von Anwohnern und anderen Nutzern umsetzen. Aber es ist wichtig, den Experten und politischen Entscheidern ein paar zukunftsweisende Visionen an die Hand zu geben. Zeigen wir ihnen, wie unsere Straßen von Morgen aussehen könnten!

Setze deine Vision um - und teile sie!

  1. Fotografiere deine Straße, deinen Platz oder deinen Hinterhof und frage dich, wie es schöner, lebendiger und einladender aussehen könnte.
  2. Setze deine Vision digital oder manuell um, mit elektronischem Zeichenpad und freier Software (z.B. GIMP oder KRITA), mit Pinsel und Farbe, oder mit Schere, Bildschnipseln und Kleber.
  3. Teile dein Ergebnis mit deinen Nachbarn, oder der ganzen Welt. Und wenn du magst, auch mit deiner Lokalen Agenda (E-Mail an agenda21@schwerin.de mit Betreff "Straße von Morgen")

Was gibt es zu gewinnen?

Zu gewinnen gibt es zu allererst die Visualisierung der eigenen Vorstellungen und Wünsche, sowie die Möglichkeit diese mit seinen Mitmenschen zu teilen und darüber zu reden. Den Haupgewinnern allerdings winkt eine große Anzahl von Mitstreitern, die sich für die reale Umsetzung der eigenen Vision stark machen. Und nicht zuletzt gewinnt ganz Schwerin und zwar an visionären und zukunftsweisenden Alternativen!

Sollten bei uns ausreichend viele Visionen eintreffen, so würden wir diese natürlich gerne online und im realen Raum ausstellen. Dies machen wir natürlich nur mit deiner ausdrücklichen Erlaubnis! Entweder kannst du uns in deiner E-Mail direkt deine Erlaubnis zur Ausstellung und Namensnennung (anonym geht auch) mitteilen, oder wir würden vorher anfragen.

11. Mai 2019 - "Bildung ist für alle Menschen"
 © Anita Gröger

Bildung ist für alle Menschen wichtig. Sie ist Nahrung des Geistes, durch sie wachsen wir und verbinden uns mit der Welt. Besonders Menschen im schulpflichtigen Alter haben es jedoch nicht leicht, Bildung zu erfahren, die ihrem Wissensdurst, ihren Interessen oder den Anforderungen des heutigen Lebens gerecht wird. Die Gründungsinitiative möchte über Alternativen ins Gespräch kommen und lädt ein, zu einem Nachmittag mit dem Film „Schools of trust“ (Trailer - https://vimeo.com/88663644), anschließender Gesprächsrunde und Präsentation der Gründungsidee einer demokratischen inklusiven Schule in dieser Region. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Aktionsreihe „die offene Gesellschaft in Bewegung" statt, unterstützt von der Lokalen Agenda 21 Schwerin e.V. Es gibt Zeit für moderierte und informelle Gespräche zum Thema demokratische und inklusive Bildung. Und hier sind tatsächlich alle gemeint, Religion, Status, Geschlecht, Beruf, Behinderung, Herkunft, politische Einstellung und Musikgeschmack usw. spielt keine Rolle. Wie schnell dies jedoch  nur noch Theorie ist, erleben wir tagtäglich. Eine Schule die von Anfang an alle gleichwertig miteinbezieht, klingt nach Utopie. Vielleicht denken Besucher der Veranstaltung anschließend anders darüber. Die Möglichkeit das herauszufinden gibt es am 11. Mai 2019 16 bis 20 Uhr im Saal der Ataraxia im Haus der Kultur, Arsenalstr. 8 am Pfaffenteich.

Programm:
16:00 Ankommen
16:30 Begrüßung
16:35 Kurzfilm "Stimmungsbild von Schulpflichtigen"
16:45 Informelle (Umbau-)pause
17:00 Hauptfilm „schools of trust“
18:00 Austausch zum Film mit Schüler*innen, Lernbegleiter*innen und Eltern von Kindern in einer demokratischen Schule
18:30 Präsentation der Gründungsinitiative für eine demokratische und inklusive Schule in der Region Schwerin
19:00 Austausch zur Gründungsinitiative
19:30 Feedback und Ausklang

Themen

Nachhaltigkeit - Ursprung der Begriffsbezeichnung

Heutzutage wird der Begriff Nachhaltigkeit sehr vielseitig angewendet, obwohl das Prinzip bereits vor über 300 Jahren entstanden ist. Denn zu damaliger Zeit forderte der Oberberghauptmann von Carlowitz aus Sachsen, dass grundsätzlich nur so viel Holz gefällt werden soll, wie durch eine planmäßig gezielte Aufforstung auch wieder nachwachsen kann. Aus diesem Grunde gilt er auch als Begründer des Begriffs „forstwirtschaftliche Nachhaltigkeit“.

Es gibt verschiedene Definitionen und Nachhaltigkeitsmodelle. Eine Kurzdefinition umschreibt die nachhaltige Entwicklung als ein regeneratives System, das die Bedürfnisse dieser Generation berücksichtigt, ohne die Möglichkeiten der nachfolgenden Generation zu beschränken.

Quelle: helpster.de

Ganzheitlichkeit - drei Dimensionen der Nachhaltigkeit

Anschließend an den Brundtland-Bericht der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen beschreibt die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages „Schutz des Menschen und der Umwelt“ Nachhaltigkeit als die Konzeption einer dauerhaft zukunftsfähigen Entwicklung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Dimension menschlicher Existenz. Diese drei Säulen der Nachhaltigkeit stehen miteinander in Wechselwirkung und bedürfen langfristig einer ausgewogenen Koordination.

Mit diesen drei Dimensionen der Nachhaltigkeit sind im Wesentlichen gemeint:

  • Ökologische Nachhaltigkeit: Sie orientiert sich am stärksten am ursprünglichen Gedanken, keinen Raubbau an der Natur zu betreiben. Ökologisch nachhaltig wäre eine Lebensweise, die die natürlichen Lebensgrundlagen nur in dem Maße beansprucht, wie diese sich regenerieren.
  • Ökonomische Nachhaltigkeit: Eine Gesellschaft sollte wirtschaftlich nicht über ihre Verhältnisse leben, da dies zwangsläufig zu Einbußen der nachkommenden Generationen führen würde. Allgemein gilt eine Wirtschaftsweise dann als nachhaltig, wenn sie dauerhaft betrieben werden kann.
  • Soziale Nachhaltigkeit: Ein Staat oder eine Gesellschaft sollte so organisiert sein, dass sich die sozialen Spannungen in Grenzen halten und Konflikte nicht eskalieren, sondern auf friedlichem und zivilem Wege ausgetragen werden können.

Quelle: Wikipedia

Im Sinne nachhaltiger Entwicklung muss in den Industrieländern die Energie-, Agrar- und Handelspolitik im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung so angepasst werden, dass keine wesentlichen Mehr-Ressourcen verbraucht werden.

Grundsätzlich gelten die Lokalen-Agenda 21 Kriterien (Ökonomie, Ökologie, Nachhaltigkeit) auch in medizinischen Belangen, damit wird Medizin erst sozial. In einer Bürgergerechten Medizin spricht man daher von einer Sozialen Agenda 21 fähigen Medizin, wenn die Kriterien: Ökonomie, Ökologie, Nachhaltigkeit erfüllt sind.

Global-Lokal - Global denken, lokal handeln

Ein wichtiges Prinzip der Agenda 21 ist die Beteiligung von unten („Buttom up" - Prinzip). BürgerInnen können sich aktiv mit ihren Erfahrungen und Ideen im Agenda 21 - Prozess beteiligen.
 
Die lokale Agenda 21 möchte einen Konsens zwischen möglichst vielen gesellschaftlichen Gruppen erreichen. Arbeitsgrundlage für die lokale Umsetzung der Agenda 21 ist die Charta von Aalborg. Der Rat, mit Sitz in Toronto, hat seit der Konferenz von Rio de Janeiro die Förderung der lokalen Agenda 21 - Prozesse ins Zentrum seiner Aktivitäten gestellt und hat die Bedeutung der Städte für das globale Handeln in den Mittelpunkt gestellt, denn die globalen Probleme können am besten auf der lokalen Ebene gelöst werden.
 
In Schwerin begann der Agenda 21 - Prozess im Jahr 1997 mit einer Initiative. Auf Beschluss der Stadtvertretung wurde 2003 der Verein „Lokale Agenda 21 Schwerin" e.V. gegründet.

Der Verein war maßgeblich an der Entwicklung des ersten Leitbildes der Landeshauptstadt Schwerin beteiligt.

Leitbild Schwerin 2020

Verein

Vorstand & Mitglieder

Vorstandsvorsitz

Herr Klaus-Dietrich Woithe
Raum: 5.042

Am Packhof 2-6
19053 Schwerin
+49 385 545-2990
agenda21@schwerin.de

Stellvertretende Vorsitzende

Frau Anita Gröger
Raum: 5.042

Am Packhof 2-6
19053 Schwerin
+49 385 545-2991
agenda21@schwerin.de


Vorstandsmitglied

Herr Karsten Jagau
Raum: 5.042

Am Packhof 2-6
19053 Schwerin
+49 385 545-2990
agenda21@schwerin.de

Mitglied werden - Was tun?

Sie möchten sich auch gern für nachhaltige Projekte und Veranstaltung in der Landeshauptstadt einsetzten?Vereinbaren Sie gern einen Termin zum Kennenlernen unter agenda21@schwerin.de. Wir freuen uns auf Sie!

Veranstaltungskalender

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Der Vorstand

Kontakt

Landeshauptstadt Schwerin -
Lokale Agenda 21

Herr Klaus-Dietrich Woithe
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Landeshauptstadt Schwerin -
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Am Packhof 2-6
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