Lärmaktionsplanung

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Was bedeutet Lärmaktionsplanung?

Lärmaktionspläne sollen eine Lärmminderung in besonders belasteten Gebieten erreichen. Dazu können die Gemeinden in den Plänen bestimmte Maßnahmen festlegen und Prioritäten für deren Realisierung setzen.

Das Hauptziel der Planung ist eine höhere Lebensqualität in den Städten. Konkret geht es darum, potenziell gesundheitsgefährdende Lärmbelastungen zu vermeiden, Belästigungen zu verringern und den Bewohnern der Städte einen ungestörten Schlaf zu ermöglichen.

Mitwirkung und öffentliche Beteiligung

Die Mitwirkung der Bevölkerung an der Erstellung und Fortschreibung von Lärmaktionsplänen ist gesetzlich vorgeschrieben (§ 47d (3) BImSchG). Das heißt, Bürgerinnen und Bürger sollen Probleme mit Verkehrslärm und mögliche Lösungsvorschläge aktiv in die Lärmaktionsplanung einbringen können. Zwar gibt es keinen Rechtsanspruch, eine vorgeschlagene Lärmschutzmaßnahme in den Plan aufzunehmen. Allerdings müssen alle Vorschläge betrachtet und entsprechend ihrer Nützlichkeit und Umsetzbarkeit abgewogen werden.

Für die aktuelle Fortschreibung des Lärmaktionsplanes in 2018, werden folgende Mitwirkungen und Beteiligungen angeboten:

  • 21.03.2018: Öffentlichkeitsveranstaltung zur Mitwirkung an der Lärmaktionsplanung (Historisches Rathaus, Demmlersaal, 18-20 Uhr) - Präsentationsfolien
  • 28.03. - 11.04.2018: Öffentliche Mitwirkung über Online-Formular (stand auf dieser Seite zur Verfügung) oder mit Papier-Formular (wurde im Bürgerzentrum ausgelegt und auf dieser Seite zum Ausdrucken angeboten)
  • 25.04.2018: Öffentlichkeitsveranstaltung zur Auswertung der öffentlichen Mitwirkung (Historisches Rathaus, Demmlersaal, 18-20 Uhr) - Präsentationsfolien
  • voraussichtlich Anfang 2019: Entwurf des Lärmaktionsplans wird zur Einsichtnahme öffentlich ausgelegt (1 Monat) und kann kommentiert werden (2 Wochen)
Pflichtnetz, Nebennetz und Ruhige Gebiete
Lärmaktionsplanung 2018 © Landeshauptstadt Schwerin

Schwerin ist nach der EG-Umgebungslärmrichtlinie verpflichtet, Lärmschwerpunkte an Bundes- und Landesstraßen im Stadtgebiet (Pflichtnetz) in die Lärmaktionsplanung aufzunehmen. Darüber hinaus, werden in Schwerin noch weitere Straßen mit hohem Verkehrsaufkommen (Nebennetz) in der Planung berücksichtigt. Beide Straßennetze sind in der nebenstehenden Grafik dargestellt. Die dazu gehörende, detaillierte Lärmkartierung für die Landeshauptstadt Schwerin, wird durch das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) bereit gestellt.

Neben der Minderung von hohen Lärmbelastungen nennt die EG-Umgebungslärmrichtlinie auch die Identifizierung so genannter ruhiger Gebiete. Mit der Festlegung von ruhigen Gebieten sollen diese Bereiche durch entsprechende Maßnahmen gegen eine Verlärmung geschützt werden. Als Ruhige Gebiete können Bereiche gelten, die im Vergleich zu ihrer Umgebung eine geringe Lärmbelastung aufweisen und die von den Schweriner Bürgerinnen und Bürgern als Erholungsort empfunden werden. Die bisher ausgewiesenen Gebiete sind ebenfalls in der nebenstehenden Grafik abgebildet.

Wie soll der Lärm in Schwerin gemindert werden?

Der städtische Lärmaktionsplan verfolgt verschiedene, sich ergänzende Strategien zur Minderung des Verkehrslärms:

  • Der Verkehrslärm kann langfristig vermieden werden, beispielsweise durch die Schaffung von verkehrssparsamen Siedlungsstrukturen und durch die Stärkung des sogenannten Umweltverbundes (Bus / Bahn, Fuß, Rad).
  • Die verbleibenden Kfz-Verkehre können kurz- und mittelfristig verträglicher abgewickelt werden, beispielsweise durch neue Fahrbahnen oder niedrigere Geschwindigkeiten.
  • Schließlich kommt in besonders hoch belasteten Bereichen baulicher Schallschutz in Frage, wie Lärmschutzwände oder Lärmschutzfenster.
Was kann Jeder selbst tun?

Auch jeder Einzelne kann durch sein eigenes Verhalten zu einer Lärmsenkung beitragen:

  • Eine langsamere und stetige Fahrweise trägt durch geringere Abroll- und Motorgeräusche zur Lärmminderung bei (und spart Benzin!).
  • Jeder Autofahrer kann sein Auto mit lärmarmen Reifen leiser machen. Eine Orientierungshilfe gibt das Umweltbundesamt.
  • Wer auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad umsteigt, verringert den Verkehrslärm insgesamt.
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Kontakt

Landeshauptstadt Schwerin -
Fachgruppe Immissionsschutz & Umweltplanung

Herr Dr.-Ing. Daniel Meyer-Kohlstock
Fachgruppenleiter
Raum: 2.072

Am Packhof 2-6
19053 Schwerin
+49 385 545-2454
dmeyer-kohlstock@schwerin.de

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