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Nächtliches Mähroboter-Verbot

Igel und andere kleine Tiere schützen

 © Landeshauptstadt Schwerin/Mareike Diestel

Auf Beschluss der Stadtvertretung hat die Stadtverwaltung den nächtlichen Betrieb von Mährobotern (auch Rasenmäh- oder Rasenroboter) zum Schutz von Igeln und anderen kleinen Tieren verboten. In den Abend- und Nachtstunden sind diese besonders durch autonom arbeitende Mähroboter gefährdet. Die Allgemeinverfügung zum Verbot der nächtlichen Inbetriebnahme von Mährobotern im gesamten Stadtgebiet Schwerins ist am 27. April in Kraft getreten und kann unter www.schwerin.de nachgelesen werden.

Das Mähroboter-Verbot gilt eine Stunde vor Sonnenuntergang bis eine Stunde nach Sonnenaufgang. Tagsüber dürfen Mähroboter weiterhin uneingeschränkt betrieben werden.

Igel zählen nach dem Bundesnaturschutzgesetz zu den besonders geschützten Arten. Sie sind vor und nach dem Winterschlaf auf Nahrungssuche und bewegen sich vor allem in der Dämmerung und in der Nacht. Bei Gefahr rollen sich Igel zusammen, anstatt zu flüchten, und können dabei von Mährobotern schwer verletzt oder getötet werden. Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen, dass die meisten Mähroboter besonders kleinere Tiere erst bei direktem Kontakt erkennen. Durch das nächtliche Fahrverbot wird diese Gefahrenquelle deutlich reduziert.

Igel können am besten unterstützt werden, wenn der eigene Garten naturnah mit Gehölzen und kleinen Strukturen gestaltet ist, die Rückzugsräume bieten. Eine kurze Kontrolle des Rasens vor jedem Mähvorgang kann ebenfalls helfen, Tiere zu schützen.

Allgemeinverfügung zum nächtlichen Mähroboter-Verbot

Igelfreundlichen Garten anlegen

 © Landeshauptstadt Schwerin

Besonders die "wilden“ Ecken eines naturbelassenen Gartens werden von Igeln gerne aufgesucht. Denn dort wo Hecken und Gebüsche wachsen sowie Reisighaufen und das Laub des Herbstes liegt, finden die Tiere Nahrung und Unterschlupf.

Oft hört man es Schmatzen und Rascheln bevor man einen Igel erblickt. Als Insektenfresser ernähren sie sich hauptsächlich von Käfern, Asseln, Regenwürmern und Nacktschnecken. Es scheint als schlemmen Igel gerne Fallobst, tatsächlich sind es aber die Insekten am Obst, für die sie sich interessieren. Milch vertragen Igel nicht, eine Wasserstelle dagegen hilft ihnen in trockenen Zeiten gegen den Durst.

Achten Sie darauf, dass der Zugang zu ihrem Garten nicht durch engmaschige Zäune versperrt wird. Vielleicht lässt sich so ja auch schon bald in ihrem Garten ein Igel auf Streifzügen beobachten.

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Kontakt

Landeshauptstadt Schwerin

Frau Ulrike Zell
Sachbearbeiterin
Raum: 2.045