Jahresauftakt beim gemeinsamen Neujahrsempfang: Kunst- und Kulturpreis der Sparkassenstiftung an den Verein „Die Platte lebt“, den Kunstverein für Mecklenburg und Vorpommern und Metallbildhauer Klaus J. Albert - Landeshauptstadt Schwerin

Jahresauftakt beim gemeinsamen Neujahrsempfang: Kunst- und Kulturpreis der Sparkassenstiftung an den Verein „Die Platte lebt“, den Kunstverein für Mecklenburg und Vorpommern und Metallbildhauer Klaus J. Albert 30.01.2018

Für sein Lebenswerk geehrt: Klaus-Joachim Albert (links) nahm die Glückwünsche der Jury von Oberbürgermeister Rico Badenschier, der Leiterin des Schleswig-Holstein-Hauses Anja Schunke und dem Vorstandsvoritzenden der Sparkassenstiftung Ulrich Kempf entgegen.   © Rainer Cordes

Rund  300 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erlebten beim gemeinsamen Neujahrsempfang der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin und der Landeshauptstadt einen spannenden Abend mit starken kulturellen Akzenten. Zum Start standen Oberbürgermeister Rico Badenschier und Sparkassenvorstand Kai Lorenzen Moderatorin Dörthe Graner Rede und Antwort.  Für Oberbürgermeister Rico Badenschier steht das neue Jahr im Zeichen guter Nachbarschaft: „Die Stadtvertretung hat gerade den neuen Stadt-Umland-Vertrag für die künftige Wohnbaulandentwicklung bis 2020 gebilligt. Nach der Einzelhandelsentwicklungskonzeption und der verstärkten Zusammenarbeit bei der kommunalen IT-Infrastruktur ein weiterer großer Schritt für die gute Nachbarschaft mit unseren Umlandgemeinden. Die gute Nachbarschaft wird sich für Schwerin und die gesamte Region auszahlen, zum Beispiel im Tourismus und attraktiveren Nahverkehrsverbindungen.“
Die Stadt werde die Entwicklung von Wohnbauland vorantreiben, die Konsolidierung des Haushalts fortsetzen und ein mit der Stadtgesellschaft abgestimmtes Integrationskonzept verabschieden. „Auch die Sanierung und der Neubau von Schulen, Kitas und Hortplätzen haben weiterhin Priorität.“

Sparkassen-Chef Kai Lorenzen blickte beim Neujahrsempfang sehr zufrieden auf das vergangene Geschäftsjahr zurück. Trotz steigender Belastungen, unter anderem aus der Umsetzung der zahlreichen Regulierungsanforderungen und dem Ausbau des digitalen Angebotes, erreichte die Sparkasse wieder ein solides und vergleichsweise gutes Jahresergebnis. Die Niedrigzinsphase belastet die Sparkasse und ihre Kunden weiter. Negativzinsen für Privatkunden sind aber kein Thema. Im Bereich der privaten Finanzierungen, zum Beispiel für den Eigenheimbau, sowie der Firmenkunden-Finanzierung erwartet Lorenzen eine weiter sehr aktive Nachfrage. Einlagen- und Kreditbestand der Sparkasse werden weiter wachsen.

Das Institut setzt auch in Zukunft auf hervorragende persönliche Beratung und ergänzt diese mit guten digitalen Lösungen für die internet-basierte Erledigung von Bankgeschäften.
Das konkurrenzlos breite Filialnetz wird erhalten und mittels regelmäßiger Investitionen für die Kunden attraktiv gehalten. Mit der Sanierung des Objektes in der Wismarschen Straße investiert die Sparkasse in großem Umfang auch in die Erhaltung des historischen Stadtbildes. Der Abschluss der Baumaßnahmen dort soll im Sommer erfolgen. Am Standort Marienplatz werden die Kunden ab April dieses Jahres neben der größten Filiale des Kreditinstitutes mit kurzen Wegen auch kompetente Beratung in allen Immobilienfragen, zu Versicherungen und Vermögensanlage finden.
Auch in den kommenden Jahren erwartet Lorenzen eine erfolgreiche Entwicklung seines Hauses und damit die Chance auf einen weiteren Ausbau der guten Kapitalbasis - und nicht zuletzt die Fortführung der umfangreichen Förderung kultureller, sportlicher und sozialer Projekte in der Landeshauptstadt.

Kunst- und Kulturpreis leistet wertvollen Beitrag
Zur Tradition des Neujahrsempfangs gehört auch die Verleihung des Kunst- und Kulturpreises der Sparkassen-Stiftung. Mit dem aktuellen Preis würdigt die Stiftung Kunstprojekte und Kunstobjekte im öffentlichen Raum der Landeshauptstadt. Insgesamt zwölf Vorschläge lagen zur Entscheidung vor. Konstruktiv diskutiert und bewertet wurden diese von einer Fachjury, in der unter anderem Antje Schunke, Leiterin des Schleswig-Holstein-Hauses, und Christina May vom Künstlerbund Mecklenburg und Vorpommern mitwirkten.
Für bürgerschaftliches Engagement wird der Verein „Die Platte lebt“ mit seinem Projekt „Müll ist Mangel an Fantasie“ ausgezeichnet. Im Stadtteil Mueßer Holz wirkt dieses Kulturprojekt aktiv im öffentlichen Raum. So hat der Verein gemeinsam mit Bewohnern aus dem Stadtteil – darunter Kindern und Jugendlichen – Vereinsmitgliedern und weiteren Vereinen das Projekt „Plattenpark“ ins Leben gerufen. Unter dem Motto „Gemeinsam den eigenen Lebensraum gestalten“ ist dadurch auf einer Brachfläche im Mueßer Holz ein ungewöhnlicher Erlebnispark entstanden. Zwischen 2014 und 2017 entstanden aus Abrissmaterial Kunstobjekte wie Plattenstern, Labyrinth, Windspiel, Bücherkarren, Turm der Artenvielfalt und Bewegungsparcours. Weitere Objekte sind geplant. So soll mit dem Preisgeld ein Künstler in die Gestaltung der Fläche einbezogen werden und Impulse für die künstlerische Auseinandersetzung geben.
Den Kunst- und Kulturpreis für sein Lebenswerk erhält der Künstler Klaus-Joachim Albert. Die künstlerischen Arbeiten des namhaften Metallgestalters haben nationale und internationale Aufmerksamkeit erfahren und Anerkennung gefunden. Zu den herausragenden Aktivitäten des Künstlers gehören neben seinen bemerkenswerten Kunstwerken die Internationalen Bildhauersymposien in Wiligrad und Schwerin. Die vielfältigen künstlerischen Ergebnisse haben im Stadtbild der Landeshauptstadt ihren Platz gefunden und prägen es noch heute mit. Wichtige Akzente im Kunstleben von Mecklenburg-Vorpommern setzte Albert mit seiner Arbeit im Kunstverein Wiligrad. Beeindruckend ist sein Bemühen, Kunst und Kultur in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen.
Der Preis in der Kategorie „Moderne Kunst/Innovation“ geht an den Kunstverein für Mecklenburg und Vorpommern in Schwerin. Mit der Ausstellung „MADGERMANES“, die sich der Thematik ehemaliger Vertragsarbeiter in der DDR widmet, hat der Kunstverein an zwölf unterschiedlichen Standorten in Schwerin Kunstwerke im öffentlichen Raum realisiert. Bei der Umsetzung von Kunst im öffentlichen Stadtraum - als Projektionsfläche für zeitgenössische Kunst – gilt es spezifische Gesichtspunkte zu berücksichtigen. Der innovative Ansatz – Irritation als Strategie mit dem Ziel, mittels der Kunst seinen Blick auf aktuelle Themen zu richten – ist hervorzuheben.
Dazu Ulrich Kempf, Vorstandsvorsitzender der Stiftung: „Wir freuen uns sehr, mit dem Kunst- und Kulturpreis 2017 künstlerische Ideen und kulturelles Engagement im öffentlichen Raum würdigen und gleichzeitig fördern zu können. Damit geben wir der vielfältigen Kunst- und Kulturszene der Landeshauptstadt die Aufmerksamkeit und Wertschätzung, die sie verdient hat.“  Für Oberbürgermeister Rico Badenschier sind die diesjährigen Kulturpreisträger wichtige Wegbereiter in der Kulturlandschaft Schwerins: „Der Verein ,Die Platte lebt‘ trägt Kultur zu den Menschen im Stadtteil und weckt kreatives Engagement bei der Gestaltung des Wohn- und Lebensumfeldes. Der am Pfaffenteich  ansässige Kunstverein beschreitet mit innovativen Ausstellungskonzepten neue Wege in den Stadtraum und der Metallbildhauer Klaus-Joachim Albert hat Kunstwerke geschaffen, die zum Stadtbild gehören. Der Kunst- und Kulturpreis zeigt damit die große Bandbreite von Kunst und Kultur im öffentlichen Raum.“
Auch im Jahr 2018 wird der Kunst- und Kulturpreis wieder ausgeschrieben. Dieses Mal mit dem Schwerpunkt „Jugendkultur/Kulturvermittlung/Bildung“.

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