Wer in Schwerin seine schwarze Hausmülltonne für den Restabfall alle 14 Tage leeren lässt, der findet in der Landeshauptstadt das günstigste Angebot unter den 100 größten Städten Deutschlands. Das hat der Verband Haus & Grund in seinem aktuellen Müllgebührenranking ermittelt. Der deutschlandweit größte Interessenverband für private Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer hat diese Rangliste zum vierten Mal seit 2015 veröffentlicht.
In diesem bundesweiten Müllgebührenranking werden neben der Gebührenhöhe auch die darin enthaltenen Leistungen einbezogen. Trotz notwendiger Gebührenerhöhung im letzten Jahr erreichte Schwerin in der Gesamtwertung den 8. Platz, nach einem 6. Platz im Jahr 2022. Im Einzelranking der Kategorie „Teilservice (14-täglich)“ hat Schwerin sogar die günstigsten Gebühren aller verglichenen Städte. Die Kategorie vergleicht die Gebühren der in Schwerin häufigsten Entsorgungsart sowie die darin enthaltenen Leistungen.
„Das Ranking bescheinigt Schwerin ein sehr faires und preisgünstiges Angebot,“ stellt der stellvertretende Oberbürgermeister und Umweltdezernent Bernd Nottebaum fest. „Und natürlich beeinflussen wir in Schwerin auch selbst die Gebühren, wenn wir Müll konsequent trennen: Wer Verpackungen mit dem Grünen Punkt in die Gelben Tonnen aussortiert, hilft mit, Müllgebühren zu dämpfen und die im Abfall versteckten Rohstoffe wiederzuverwerten. Wer die Biotonne nutzt, füttert zugleich die Bioabfallverwertungsanlage der SAS im Industriepark, die neben Frischkompost auch Strom erzeugt.“
In Schwerin sind in der Restabfallgebühr ohne zusätzliche Kosten die Leerung der Biotonne und der Papiertonne enthalten. Außerdem können pro Haushalt und Jahr fünf Kubikmeter Sperrmüll entsorgt werden. Für diese Leistungen fallen in anderen Städten z.T. zusätzliche Gebühren an. In der Landeshauptstadt Schwerin organisiert der Eigenbetrieb SDS - Stadtwirtschaftliche Dienstleistungen Schwerin die Abfallentsorgung und kalkuliert die Abfallgebühren. Die städtische Gesellschaft SAS erbringt die Leistungen im Abfallbereich, ausgenommen Leichtverpackungen und Altglas, die durch ALBA entsorgt werden.
Die Beschäftigten des städtischen Entsorgungsunternehmens SAS sammeln jährlich etwa 19.500 Tonnen Restmüll, über 3.500 Tonnen Sperrmüll, rund 4.500 Tonnen Altpapier und 7.300 Tonnen Bioabfall zur Verwertung ein.
