Icon von Eye-Able - Strichmännchen mit einladender Haltung
langimg

Schwerin plant Millioneninvestitionen und eine sechste Freiwillige Feuerwehr: Brandschutzbedarfsplan für 2027 bis 2032 geht in die Gremienberatung 14.04.2026

 © Landeshauptstadt Schwerin

Mit der Einbringung in den Hauptausschuss beginnen in den Gremien der Stadtvertretung die Beratungen über den Entwurf des neuen Brandschutzbedarfsplans für die Jahre 2027 bis 2032. Die Brandschutzbedarfsplanung ist gesetzliche Pflichtaufgabe. Sie wurde durch den Fachdienst Feuerwehr und Rettungsdienst erarbeitet. Die Beratungen werden voraussichtlich bis zur Sommerpause dauern.

Rettungsdienst, Katastrophen- und Zivilschutz werden nach den Vorgaben der Fachaufsichtsbehörden durch die Landeshauptstadt umgesetzt und unterliegen damit nur geringen Entscheidungsspielräumen. „In nahezu allen Bereichen werden derzeit die gesetzlichen Grundlagen überarbeitet und angepasst, sodass wir daraus resultierende Chancen und Herausforderungen bereits vorausschauend in die Planung einbezogen haben“, skizziert der Leiter des zuständigen Fachdienstes und der Berufsfeuerwehr Dr. Stephan Jakobi die Herangehensweise an die aktuellen Planungen.

„Mit der Inbetriebnahme der neuen Feuerwehr- und Rettungswache Nord Ende 2024 sind in den vergangenen Jahren wichtige strukturelle Verbesserungen vollzogen worden. Auch der erforderliche Neubau der Integrierten Leitstelle, der erst Ende 2024 beschlossen wurde, befindet sich derzeit in der Planung. Der Rettungsdienst ist in Schwerin konstant in Geschwindigkeit, Verlässlichkeit und mit hoher Qualität verfügbar“, zitiert Jakobi das bereits erreichte Niveau. 

Doch die Herausforderungen steigen: Für die Zukunft stellt der Bedarfsplan neue Risiken und Ziele insbesondere im Zusammenhang mit dem Bevölkerungsschutz fest - globale Herausforderungen wie Klimawandel, hybride Bedrohungslagen und sinkende Resilienz der Bevölkerung wirken sich auch auf die Landeshauptstadt Schwerin aus und müssen auf örtlicher Ebene in der zukünftigen Planung berücksichtigt werden.

„Die örtliche Gefahrenabwehr muss nicht nur unter gewöhnlichen Umständen funktionieren, sondern auch verlässlich sein, wenn externe Einflüsse zusätzliche Gefahrenlagen mit sich bringen. Und es müssen Ressourcen vorgehalten werden, um diesen zusätzlichen Gefahren begegnen zu können“, betont Dr. Stephan Jakobi, Fachdienstleiter für Feuerwehr und Rettungsdienst.

Hierzu sieht die Planung folgende wichtige Maßnahmen vor:

  • Zur Sicherung der örtlichen Aufgaben im Brandschutz und der gleichzeitigen Verpflichtungen im Bevölkerungsschutz wird in Schwerin eine zusätzliche freiwillige Ortsfeuerwehr eingerichtet. Zukünftig sollen demnach insgesamt 276 ehrenamtliche Einsatzkräfte in sechs statt bisher fünf Freiwilligen Feuerwehren sowohl für den örtlichen Brandschutz als auch für die Besetzung der zugewiesenen Katastrophenschutzeinheiten bereitstehen.
  • Die Einrichtung der Katastrophenschutzeinheiten nach der zukünftigen Landesverordnung wird priorisiert und findet bei baulichen Anpassungen Berücksichtigung. Dazu wird die Freiwillige Feuerwehr Schwerin-Wüstmark einen Neubau in der Ortslage erhalten. So werden auch bauliche Defizite am bisherigen Gerätehaus beseitigt.
  • Die Planungen für den Zivilschutz werden gemäß den Bundes- und Landesvorgaben umgesetzt, allerdings muss hierfür eine entsprechende Kostendeckung durch Erstattungen gegeben sein.
  • Die Maßnahmen der bisherigen Planung für die Integrierte Leitstelle und die gesetzlichen Anpassungen im Rettungsdienst werden fortgeführt (insbesondere Stellenanpassungen und der notwendige Erweiterungsneubau sowie Umbau in der Feuer- und Rettungswache Süd).

Insgesamt sind auch in den kommenden Jahren erhebliche Investitionen notwendig: Allein für bauliche Maßnahmen werden Mittel in Höhe von 56,2 Mio. EUR ab 2027 prognostiziert. Für Ersatzbeschaffung bei Fahrzeugen sind 4,5 Mio. EUR für Fahrzeuge der Feuerwehr, 3,2 Mio. EUR für Rettungsdienstfahrzeuge und 1,1 Mio. EUR für Fahrzeuge des Bevölkerungsschutzes geplant. Dafür sollen anteilig Fördermittel eingeworben werden, denn die Investitionen stellen die Landeshauptstadt vor eine große Herausforderung.

Der stellvertretende Oberbürgermeister Bernd Nottebaum ist zuversichtlich, dass im Schulterschluss mit der Stadtvertretung eine verlässliche Gefahrenabwehr für die kommenden Jahre bis 2032 auf Basis des Bedarfsplanes umgesetzt werden kann. „Viele ehrenamtliche und hauptamtliche Einsatzkräfte stehen jeden Tag bereit, um die Sicherheit zu gewährleisten. Ihnen gelten mein besonderer Dank und meine Anerkennung!“

Zurück Seite drucken

Kontakt

Kontakt

Landeshauptstadt Schwerin -
Büro des Oberbürgermeisters
Pressestelle

FrauKontaktMichaelaChristen
Pressesprecherin
Raum: 6027

Landeshauptstadt Schwerin -
Büro des Oberbürgermeisters
Pressestelle

FrauUlrikeAuge
Markenkoordinatorin
Raum: 6026

Landeshauptstadt Schwerin -
Büro des Oberbürgermeisters
Pressestelle

FrauMareikeDiestel
Koordination
Raum: 5029