Die für den Erhalt des Olympiastützpunkts so wichtige Radsporthalle am Lambrechtsgrund ruht auf Betonstelzen, auf denen im nächsten Schritt ein Tragwerk aus 40 Stahlsegmenten verankert werden soll. Dieses Tagwerk erfordert ein sehr komplexes Fertigungs- und Montageverfahren.
Inzwischen stellt sich heraus: Die beauftragte Stahlbaufirma kann das Tragwerk nicht fristgerecht liefern und montieren. Dem Bauherrn wurden von dem Stahlbauunternehmen erhebliche Verzögerungen angekündigt.
„Wir sind in dieser Situation um Schadenbegrenzung bemüht und haben verschiedene Optionen durchgespielt: Aus rechtlichen Gründen kommt weder die von der Firma angebotene einvernehmliche Vertragsauflösung noch eine Hinnahme der angekündigten Bauzeitverzögerungen und Kostennachträge in Frage. Deshalb haben wir dem Aufragnehmer am heutigen Tag fristlos gekündigt und werden die Fortsetzung der Baumaßnahme nun umgehend auch mit dem Fördermittelgeber abstimmen“, so der stellvertretende Oberbürgermeister Bernd Nottebaum.
Ein finanzieller Schaden ist bisher nicht entstanden. Erfreulich ist, dass der Sportplatz am Lambrechtsgrund bereits im Mai wieder zur Verfügung steht. Auch der Parkplatz rund um das künftige Radsportzentrum wird noch in diesem Jahr fertiggestellt und damit wieder nutzbar sein.