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Sicherheitsdienst und Halten auf Wunsch: Nahverkehr Schwerin stellt erweitertes Sicherheitskonzept vor 17.04.2026

Die Sicherheits- und Servicekräfte der BIP Dienstleistungen GmBH, die für den Einsatz im Öffentlichen Nahverkehr speziell geschult sind, werden an mehreren Tagen in der Woche gezielt in den Bussen und Straßenbahnen sowie an Haltestellen im Einsatz sein. © Nahverkehr Schwerin GmbH

Beim Schweriner Nahverkehr greift ab sofort ein erweitertes Sicherheitskonzept: Maßnahmen wie das Halten auf Wunsch und die Einführung eines zusätzlichen Sicherheitsdienstes sollen die Sicherheit in den Bussen und Straßenbahnen erhöhen und das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste und des Fahrpersonals stärken.

„Mit einem erweiterten Sicherheitskonzept stärken wir gezielt Schutz, Präsenz und Prävention – für mehr Vertrauen und ein besseres Gefühl bei unseren Fahrgästen und Mitarbeitenden“, sagt Thomas Schlüter, Geschäftsführer der Nahverkehr Schwerin GmbH.

Die Maßnahmen begrüßt auch Verkehrsdezernent Bernd Nottebaum: „Wir stellen in Schwerin erhebliche Gelder für einen leistungsfähigen ÖPNV bereit und wollen, dass sich die Fahrgäste in Bussen und Bahnen jederzeit sicher fühlen. Ich bin überzeugt, dass die zusätzlichen geschulten Sicherheitskräfte oder der Bedarfshalt von Bussen in den Abendstunden bei den Schwerinerinnen und Schwerinern große Zustimmung finden werden und den Praxistest bestehen.“

Für das erweiterte Sicherheitskonzept arbeitet der NVS mit der BIP Dienstleistungen GmbH und der Polizeiinspektion Schwerin zusammen. Als Ergänzung vorhandener Sicherheitsvorkehrungen, beispielsweise der Kameraüberwachung in den Fahrzeugen des NVS, wurde seit 16. April 2026 ein zusätzlicher Sicherheitsdienst auf den Bus- und Straßenbahnlinien eingeführt – zunächst für einen zwölfmonatigen Testlauf.

Umgesetzt wird die Maßnahme durch den Dienstleister BIP GmbH. Diese ist kein klassischer Wachschutz, sondern ein auf Fahrgeldsicherung und Sicherheit im ÖPNV spezialisierter Dienstleister, der bereits seit drei Jahren in der Fahrgeldsicherung und Fahrscheinkontrolle für den NVS tätig.

Die Sicherheits- und Servicekräfte sind für den Einsatz im Öffentlichen Nahverkehr speziell geschult und werden an mehreren Tagen in der Woche gezielt in den Bussen und Straßenbahnen sowie an Haltestellen im Einsatz sein. Die Einsatz-Schwerpunkte werden regelmäßig auf Grundlage von Auswertungen und durch Hinweise von Fahrgästen und Fahrpersonal bestimmt. Die Sicherheitsteams von BIP und die NVS-Leitstelle stehen kontinuierlich in engem Austausch.

Die Sicherheitskräfte in Bus und Straßenbahn werden während ihrer Einsätze stets von einem gekennzeichneten Fahrzeug begleitet und bleiben somit in Bezug auf den Einsatzort flexibel. „Unsere Erfahrungen aus Rostock zeigen klar, dass dieses Modell wirkt: Das Sicherheitsempfinden von Fahrpersonal und Fahrgästen, insbesondere von Frauen, hat sich spürbar verbessert“, so Christian Blümel, Geschäftsführer der BIP Dienstleistungen GmbH.

Halten auf Wunsch nach 20 Uhr auf Buslinien und Einstieg durch alle Türen

Im Rahmen des Sicherheitskonzepts wird auch das Halten auf Wunsch umgesetzt: Fahrgäste haben nach 20 Uhr auf Buslinien die Möglichkeit, Wunsch- bzw. Bedarfshalte zwischen zwei regulären Haltestellen mit dem Fahrpersonal zu vereinbaren. Nach persönlicher Rücksprache beim Einstieg entscheidet das Fahrpersonal immer nach eigenem Ermessen, ob der angemeldete Bedarfshalt möglich ist. Berücksichtigung bei dieser Entscheidung finden u. a. verkehrsrechtliche Vorschriften, eine etwaige Gefährdung der Fahrgäste beim Ausstieg oder mögliche Verspätungen. Der Ausstieg außerhalb von regulären Haltestellen muss deshalb zur besseren Einschätzung der Situation immer vorn über die erste Tür erfolgen. Es kann dabei keine Barrierefreiheit gewährleistet werden. Auch das Halten auf Wunsch wird zunächst für ein Jahr getestet.

In diesem Zuge entfällt auch der generelle Einstieg über die erste Tür: Fahrgäste können künftig über alle Türen einsteigen. Unübersichtliche Situationen insbesondere an vollen Haltestellen werden so schneller entzerrt und etwaige Verspätungen vermieden. Über das Hausrecht behält das Fahrpersonal jedoch weiterhin die Möglichkeit, bei Bedarf und im eigenen Ermessen Fahrausweiskontrollen durchzuführen.

„Unsere Aufgabe ist es, unsere Fahrgäste pünktlich und vor allem sicher ans Ziel zu bringen. Die Sicherheit im Schweriner Nahverkehr ist daher ein zentrales Anliegen, das wir und unsere Partner gemeinsam verantwortungsvoll angehen“, betont NVS-Geschäftsführer Thomas Schlüter.

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