Die Landeshauptstadt Schwerin treibt die Digitalisierung ihrer Verwaltung weiter konsequent voran und beteiligt sich an einem bundesweiten Pilotprogramm zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in Kommunen. Als eine von 17 ausgewählten Kommunen ist Schwerin Teil des neuen „Agentic AI Hub“ des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung. Unterstützt wird das Programm vom DigitalService, der als Projektträger die Umsetzung begleitet.
Mit der Teilnahme unterstreicht die Stadtverwaltung ihren Anspruch, neue technologische Entwicklungen aktiv aufzugreifen und für eine moderne, leistungsfähige und bürgernahe Verwaltung nutzbar zu machen. Ziel ist es, die Chancen von KI frühzeitig zu erproben und konkrete Einsatzmöglichkeiten für den Verwaltungsalltag zu identifizieren. „Die Teilnahme am Agentic AI Hub ist für die Landeshauptstadt Schwerin ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg einer modernen Verwaltung, die Innovationen verantwortungsvoll nutzt und digitale Chancen aktiv gestaltet“, so der stellvertretende Oberbürgermeister Bernd Nottebaum.
Im Rahmen des Programms arbeitet Schwerin gemeinsam mit dem Unternehmen Summ AI an einem Pilotprojekt zur Identifikation von Einsparpotenzialen in Verwaltungsprozessen. Dabei soll untersucht werden, wie KI dabei unterstützen kann, Abläufe transparenter darzustellen, Optimierungsmöglichkeiten sichtbar zu machen und Verwaltungsprozesse effizienter zu gestalten.
„Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies vor allem, dass die Stadtverwaltung Schwerin sich zukunftsfähig aufstellt. Künstliche Intelligenz soll dabei gezielt dort eingesetzt werden, wo sie einen echten Mehrwert bietet, etwa bei der Vereinfachung von Abläufen, der Verkürzung von Bearbeitungszeiten und der besseren Organisation von Verwaltungsleistungen“, so die Fachgruppenleiterin für Informations- und Kommunikationstechnik in der Stadtverwaltung Esther Hansen.
Das Interesse am Programm war enorm. Rund 400 Startups und knapp 200 Kommunen hatten sich auf den Aufruf des Bundesministeriums beworben, der Ende Januar gestartet war. Die Auswahl erfolgte nach den Kriterien strategische Passfähigkeit, Repräsentativität und Skalierbarkeit. Ein Fachbeirat aus Wissenschaft und Wirtschaft hatte den Prozess beratend unterstützt. Damit wird deutlich, dass der Einsatz von KI in Kommunen bundesweit zunehmend an Bedeutung gewinnt. Schwerin ist Teil dieser Entwicklung und bringt sich aktiv in die Erprobung innovativer Lösungen ein.