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„Miteinander – Erbe bewahren – Wandel gestalten“: Stadt legt erste Projektskizze für die Landesgartenschau Schwerin vor 28.04.2026

Das KIW Vorwärts- Gelände ist zusammen mit dem alten Güterbahnhof eine zentrale Potenzialfläche für den innerstädtischen Wohnungsbau in Schwerin. © Gleitsmann-Frohriep

Mit einer Projektskizze unter dem Titel „Miteinander – Erbe bewahren – Wandel gestalten“ stellt die Landeshauptstadt Schwerin erstmals ausführlich ihre Pläne für die Ausgestaltung einer Landesgartenschau vor. Die Stadtvertretung soll nun entscheiden, ob im nächsten Schritt eine Absichtserklärung (Letter of Intent) mit der Landesregierung abgeschlossen wird, um zur Unterstützung des Projekts Fördermittel zugunsten der Landesgartenschau zu bündeln. Außerdem soll bis Jahresende eine Machbarkeitsstudie zur Präzisierung der Planungen beauftragt werden. Bei einem positiven Votum der Stadtvertretung werden die Kosten dafür dann bereits in die Haushaltsberatungen 2027/28 eingebracht.

Noch einmal überdacht werden muss möglicherweise das Ausstellungsjahr 2035, da in Dessau-Roßlau zeitgleich die BUGA 2035 in Planung ist. Für die Landesgartenschau Schwerin (LAGA) werden Investitionen von ca. 73 Millionen Euro und Durchführungskosten von knapp 10 Millionen Euro veranschlagt. Kalkuliert wird mit 440.000 Besuchern. Zum Vergleich: Die Bundesgartenschau 2009 sahen 1,87 Millionen Menschen. „Die BUGA war ein großes Stadtentwicklungsprogramm für Schwerin. Davon profitiert die Stadt noch nach mehr als 15 Jahren durch die Bündelung von Investitionen in die Infrastruktur, die Schwerin zum Wasser geöffnet und zentrale Innenstadtbereiche erneuert haben. Mit der Landesgartenschau wollen wir das BUGA-Wunder wiederholen. Auf einer Ausstellungsfläche mit viel Potential, aber auch mit einigen Problemen“, sagt Baudezernent Bernd Nottebaum.

Den räumlichen Schwerpunkt der Landesgartenschau sollen nämlich das frühere KIW „Vorwärts“-Gelände und der alte Güterbahnhof bilden. Die aneinander angrenzenden Areale mit einer Fläche von insgesamt 39 Hektar gelten in der Landeshauptstadt trotz ihrer großen Altlasten seit langem als zentrale Potenzialflächen für den innerstädtischen Wohnungsbau. Doch die Sanierung, Neuordnung und Erschließung des Geländes ist teuer. Die Idee des Vereins Pro Schwerin, das Gelände mit einer Landesgartenschau für den Bau bezahlbarer innenstadtnaher Wohnungen vorzubereiten, konnte daher die Entscheidungsträger in der Stadtverwaltung und beim Land schnell überzeugen. „Es geht nicht um eine Blümchenschau, sondern um die weitere Stadtentwicklung, die uns sehr am Herzen liegt. Wir haben mit der Landesgartenschau die Chance, einen neuen Stadtteil auf überwiegend städtischem Grund zu errichten, bezahlbaren Wohnraum für Familien in Innenstadtnähe zu schaffen und neue Wegebeziehungen, vor allem für den Radverkehr, herzustellen. Außerdem steigert eine Landesgartenschau die Bekanntheit Schwerins und unseres Weltkulturerbes. Wir freuen uns, dass unser ehrenamtliches Engagement so großen Widerhall findet. So macht Ehrenamt richtig Spaß“, sagt der Vorsitzende des Vereins Pro Schwerin Werner Hinz.

Mit der Schwimmende Wiese am Bertha-Klingberg-Platz und dem ehemaligen Küchengarten am Franzosenweg sollen zwei weitere Ausstellungsflächen mit dem Areal Güterbahnhof/ KIW „Vorwärts“ verbunden werden. Alle drei Flächen greifen frühere Planungen bzw. realisierte Vorhaben der BUGA 2009 auf und schlagen somit den Bogen zur erfolgreichen ersten Schweriner Gartenschau.

Die fußläufige Distanz zwischen den drei Flächen beträgt etwa zwei Kilometer. Die Verbindung soll durch ein „Grünes Band“ mit temporärer Begrünung, Aktionsflächen und Verweilmöglichkeiten hergestellt werden. So sollen Besucherströme in die Innenstadt gelenkt, der Einzelhandel gestärkt und neue Wegeverbindungen dauerhaft etabliert werden.

„Ziel der Gartenschau ist es, Schwerin im Kontext des Welterbe-Titels nachhaltig weiterzuentwickeln und kulturell aufzuwerten, modellhafte Lösungen für den ökologischen Stadtumbau mit neuen touristischen Angeboten zu verbinden und den sozialen Zusammenhalt durch neue Frei- und Begegnungsräume zu fördern“, sagt der für die Projektskizze federführende Fachdienstleiter für Stadtentwicklung und Stadtplanung Andreas Thiele.

Die Landesgartenschau soll aber auch in anderen Stadtteilen und im Stadt-Umland-Raum Akzente setzen. Entlang der Fahrradroute der „Blauen Acht“ um den Schweriner See sollen acht Standorte zur „Grünen Acht“ verbunden und weiterentwickelt werden. Dazu gehören:

▪ der Zippendorfer Strand,

▪ das Freilichtmuseum Mueß,

▪ Schloss und der Landschaftspark Raben Steinfeld,

▪ das Seeufer Leezen,

▪ das Seeufer Bad Kleinen,

▪ Schloss und Park Wiligrad,

▪ das Seeufer Wickendorf

▪ und das Nordufer Lankower See.

 

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