Am vergangenen Dienstag (24. März) ging der 67. Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels mit dem Bezirksentscheid Mecklenburg West in der Schweriner Stadtbibliothek in die dritte Etappe. In einem spannenden Wettstreit setzten sich die beiden Sechstklässerinnen Edith Tiedemann für den Kreis Ludwigslust und Mimi Johanna Golde für den Kreis Schwerin gegen ihre drei weiteren Mitbewerberinnen durch. Alle Wettbewerbsteilnehmerinnen hatten eine tolle Auswahl von Texten vorbereitet. Als Fremdtext haben die Kinder eine Passage aus „Inken oder Alba“ von Marianne Kaurin gelesen. Mit ihren beeindruckenden Leseleistungen sicherten sich die zwei Siegerinnen die Qualifikation für den Landesentscheid Mecklenburg-Vorpommern.
„Alle fünf Teilnehmerinnen haben nicht nur gezeigt, dass sie sehr gut Lesen können, sondern sie haben die Texte durch ihre individuelle Art auch eindrucksvoll vor Publikum interpretiert. Edith und Mimi ist das beim Bezirksausscheid besonders gut gelungen, vor allem beim Vorlesen des unbekannten Textes. Ich bin mir sicher, dass die Region ‚Mecklenburg West‘ mit den beiden am Dienstag prämierten Mädchen hervorragend beim Landesfinale vertreten sein wird“, so der Kulturdezernent der Landeshauptstadt Silvio Horn.
Alle Teilnehmerinnen hatten sich zuvor schon auf Schul-, Stadt- oder Kreisebene durchgesetzt. Nun treten die besten Vorleserinnen und Vorleser am 12. Mai 2026 im Demmlersaal des Schweriner Rathauses zum Landesentscheid M-V an. Interessierte sind eingeladen, dabei zu sein. Die Veranstaltung ist öffentlich.
In der letzten Runde werden die 16 Landessieger in Berlin im Bundesfinale im Juni gegeneinander antreten. Das Finale wird beim rbb produziert und live in der ARD Mediathek und auf KiKA.de gestreamt.
Die Bezirksentscheide werden von Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und anderen kulturellen Einrichtungen betreut. Den Wettbewerb für den Bezirk Mecklenburg West hat die Stadtbibliothek Schwerin ausgerichtet. In der vierköpfigen Jury saßen neben dem Kulturdezernenten Silvio Horn auch Tilo Tambach vom Buchladen „Reingelesen“ in Parchim, Axel Göttsch von der Buchhandlung „Ein guter Tag – Literatur & so“ in Schwerin und die Kinderbibliothekarin der Stadtbibliothek Schwerin Henrike Bobzien.
Alle an dem Bezirksentscheid teilnehmenden Kinder erhielten eine Urkunde und das Buch „Jakob und Jelena“ von Tamara Bach. Die zwei Siegerinnen gewannen zusätzlich einen Bücherscheck.
Zum Vorlesewettbewerb
Der seit 1959 stattfindende Vorlesewettbewerb ist einer der größten und bekanntesten Wettbewerbe für Schülerinnen und Schüler in Deutschland. Die traditionsreiche Leseförderungsaktion wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels veranstaltet und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.
Der Wettbewerb soll Begeisterung für Bücher in die Öffentlichkeit tragen, die Lesekompetenz von Kindern stärken und diese dabei unterstützen, ihren Horizont zu weiten, gesellschaftliche Veränderungen einzuordnen und Offenheit für Neues zu entwickeln.
Auf www.vorlesewettbewerb.de/der-wettbewerb/buchempfehlungen veröffentlicht die Stiftung Buchkultur und Leseförderung daher aktuelle Lesetipps zu zahlreichen Themen – auch abseits der bekannten Kinderbuchklassiker.