Die Feuchtwiesen im Schweriner Stadtgebiet sind besonders artenreiche und schützenswerte Biotope: Im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde werden sie in den kommenden Wochen durch die Firma Landschaftspflege Meyen gemäht. Dafür kommt erstmals eine neue und besonders schonende Technik zum Einsatz.
Auf den nassen, moorigen Standorten mitten in der Stadt wachsen zum Teil noch seltene und gefährdete Pflanzenarten wie die Kuckucks-Lichtnelke oder das Breitblättrige Knabenkraut. Zum Erhalt dieser Arten müssen die Wiesen, wie zum Beispiel bei Adebors Näs, einmal jährlich gemäht werden, sonst würden zunächst Gräser und schließlich Gehölze alles dominieren.
Die Mahd erfolgt frühestens ab Mitte Juli, wenn die meisten Pflanzen bereits Samen gebildet haben. Damit der empfindliche Moorboden nicht verdichtet und zerstört wird, läuft das einachsige Mähwerk auf breiten Stachelwalzen. Zum Schutz der Insekten wird ausschließlich ein Messermähbalken mit Insektenscheuche verwendet. Die Mahdhöhe ist auf min. 10 cm eingestellt, damit Insekten und kleine Wirbeltiere am Boden nicht vom Mähwerk erfasst werden.
Außerdem sind nicht gemähte Inseln auf etwa 10 Prozent der jeweiligen Flächen vorgesehen, die als Rückzugs- und Wiederausbreitungsort für Insekten dienen. Dies ist insbesondere auch für die Falterarten wichtig, die sich bereits früh im Jahr verpuppen und damit nicht mehr mobil sind.
Die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Schwerin beobachtet laufend die Entwicklung der geschützten Feuchtwiesenflächen, um die optimale Pflege und den Erhalt der besonderen Artenvielfalt zu gewährleisten.
