Businessnews April 2019

Richtfest für den Neubau der Beruflichen Schule für Technik in Schwerin

 © Landeshauptstadt Schwerin

Sieben Monate nach der Grundsteinlegung für das größte Schulbauvorhaben in der Landeshauptstadt wird jetzt schon Richtfest für das neue Hauptgebäude der Beruflichen Schule Technik in der Gadebuscher Straße in Lankow gefeiert. Der Ersatzneubau mit einem Gesamtvolumen von 31,5 Mio €  ist ein wichtiges Signal für die Stärkung des Berufsschulstandortes Schwerin. Die Investition unter Federführung des Zentralen Gebäudemanagements der Landeshauptstadt kommt den 1700 Auszubildenden, den  70 Lehrkräften und den Unternehmen in Westmecklenburg zugute, die damit bei der Gewinnung ihres Fachkräftenachwuchses unterstützen werden.

Mit dem Schulneubau wird es möglich, die Berufsausbildung in Lankow zu zentralisieren. Bis es soweit ist, werden allerdings noch zwei Jahre vergehen. Der Ausbau wird voraussichtlich bis Mai 2021 dauern. Danach folgen der Abbruch des alten Schulgebäudes und die Fertigstellung der Außenanlagen.

Der viergeschossige Massivbau  mit einer Bruttogeschossfläche  von ca. 12.000 m² wird über Klassenräume, Lernumgebungen und Labore, Werkstätten, Lehrerzimmer und Büros verfügen. Außerdem erhält er eine Mensa mit einem repräsentativen Atrium. Die  Technikausstattung wird ebenfalls auf den neuesten Stand gebracht, einschließlich der Glasfaseranbindung für schnelles Internet.

Die Berufsschule Technik ist die größte Berufsschule der Landeshauptstadt. Sie besteht seit 1970. Ausgebildet werden an der Schule mehr als 20 Berufe, darunter haben wir fachgymnasiale Bildungsgänge bis zu den Fachpraktikern. Unterrichtet werden an der Schule die Fachrichtungen: Elektro- und Informationstechnik, Bautechnik, Maschinentechnik, Energietechnik und Automatisierungstechnik. Neben der dualen Ausbildung und Vollzeitausbildung gibt es Klassen für die Berufsvorbereitung und Fachpraktiker in den Fachrichtungen Maurer, Maler, Hauswirtschaft  und Holzbearbeitung.

Um den Neubau wurde lange gerungen. Der ideelle Grundstein für dieses Vorhaben wurde bereits vor fast zehn Jahren gelegt: Im Januar 2009 beschloss die Stadtvertretung zunächst die Sanierung des Schulgebäudes. Es begann in den Folgejahren ein zähes Ringen und den Standort. So standen statt der teuren Sanierung des alten Schulgebäudes bis in das Jahr 2014/2015 auch die Anmietung bzw. der Ankauf anderer zur Verfügung stehender Flächen im Bildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer oder im ABC-Bau zur Disposition. 2016 gelang es der Stadt, die Landesregierung für einen Neubau der stark sanierungsbedürftigen Berufsschule zu gewinnen. Mit der Entscheidung der Landesregierung, den Schulneubau  aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur zu fördern,  wurden  die Weichen für den Neubau am bisherigen Schulstandort in der Gadebuscher Straße gestellt. Das Wirtschaftsministerium fördert das Vorhaben mit insgesamt 27,8 Mio €. Der entsprechende Fördermittelbescheid wurde während des Richtfestes übergeben.

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