Vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2025 setzten die Landeshauptstadt und die Caritas das Projekt „Familien- und Fachkräftebildung in Schwerin (FaBi)“ um. Es wurde aus dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfond (AMIF) der Europäischen Union (EU) gefördert, der durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) verwaltet wird.
Im Projekt gab es verschiedene Angebote: Familienbildung und Informationsmaterialien für Eltern und Fortbildungs- sowie Vernetzungsmöglichkeiten für pädagogische Fachkräfte.
In der Familienarbeit konnten Drittstaatenangehörige (Staaten außerhalb der EU) mit einem für mindestens ein Jahr gesicherten Aufenthalt die Angebote der Caritas nutzen. Diese umfassten eine Eltern-Kind-Gruppe, ein Elterncafé und die Familiengruppe. Sowohl die Eltern-Kind-Gruppe als auch das Elterncafé konnten ohne Anmeldung besucht werden. In der Eltern-Kind-Gruppe wurden jede Woche unterschiedliche Themen (z.B. Bildung, Gesundheit, aber auch Themenwünsche) zusammen mit Eltern und Kindern bearbeitet. Im Elterncafé konnten Eltern und werdende Eltern ihre Fragen rund um Frühe Bildung, Kita, Tagespflege, Einschulung usw. an die Mitarbeiterinnen richten. Die Familiengruppe war eine feste Gruppe, in der Familien über einen längeren Zeitraum betreut wurden. Hier wurden ebenfalls Fragen zur Frühen Bildung, Kita usw. beantwortet und die Eltern intensiv auf die Kitaplatzsuche vorbereitet. Gleichzeitig erfuhren Eltern und Kinder hier, wie ein Kita-Alltag aussieht. In allen Angeboten gab es Zeit für Austausch untereinander. Die Plätze in der Familiengruppe waren (zeitlich) begrenzt. Diese Angebote richteten sich selbstverständlich auch an weitere sorgeberechtigte Personen.
Ergänzend zu den Familienangeboten entstanden während der Projektlaufzeit mehrsprachige Informationsmaterialien, die Zugewanderte bemächtigen, sich eigenständig über Themen rund um die Frühe Bildung und den Schuleintritt zu informieren.
Neben der Familienarbeit war es Ziel des Projektes, Fachkräfte in ihrem alltäglichen Handeln mit Fortbildungsangeboten und mehr zu stärken und ihnen Kompetenzen mit auf den Weg zu geben, die in der praktischen Arbeit insbesondere mit zugewanderten Familien Anwendung finden. Hiervon profitieren Fachkräfte gleichermaßen wie die betreuten Kinder als auch ihre Eltern. Insgesamt kann so zudem das System der Frühen Bildung entlastet, aber auch Integration als wechselseitiger Prozess gestärkt werden. Fachkräfte können Literatur- und Materialtaschen „Qualifizierung zum Mitnehmen“ ausleihen. Sie sind mit Fachliteratur zum Selbststudium und unterschiedlichen Materialien zum Ausprobieren, wie z.B. Kinderbüchern, Lernspielen oder vielfältigem Spielzeug, bestückt. (s. weiter unten auf dieser Seite)
Es entstand weiterin ein Netzwerk, das sich mit den Belangen von Familien mit Kindern im Kita-Alter mit Migrationsgeschichte befasst. In ihm wird die Zusammenarbeit relevanter Akteur:innen gefördert. Das Handeln dieses Netzwerkes soll darauf ausgerichtet sein, die Zielgruppe zu stärken. Dazu zählen u.a. die Teilnahme am frühkindlichen Bildungssystem zur Erhöhung der Bildungschancen, niedrigschwellige Informationen für Familien, die Befähigung von Familien zur Kita-Platz-Suche, Qualifizierung von Fachkräften etc. Das Netzwerk trifft sich weiterhin. Weiter unten finden Sie die aktuellen Termine.