Das Gebiet um den ehemaligen Güterbahnhof im Nordwesten der Stadt, zwischen dem Obotritenring und dem Medeweger See, ist bereits seit vielen Jahren Gegenstand von Überlegungen zu einer städtebaulichen Erneuerung und Entwicklung. Seit 2023 ist die Stadt auch Eigentümerin eines Großteils der nicht mehr betriebenen Güterbahnhofsflächen. Zusammen mit der städtischen Liegenschaft des früheren Kraftfahrzeuginstandsetzungswerkes "KIW Vorwärts" am Mittelweg verfügt sie damit über die zwei größten und bedeutendsten Flächenpotenziale in Schwerin für eine nachhaltige und soziale Quartiersentwicklung von Wohnen, Arbeiten und Freizeit in innenstadtnaher Lage. Beide Flächen werden von gewerblichen Nutzungen am Hopfenbruchweg, Mittelweg und der Straße "Am Güterbahnhof" privater Eigentümerinnen und Eigentümer umringt.
Mit Beschluss der Stadtvertretung vom 7. November 2022 wurden im Jahr 2023 Vorbereitende Untersuchungen für das Gebiet "Weststadt-Ehemaliger Güterbahnhof/Hopfenbruchweg/Mittelweg" durchgeführt. Damit sollte der Bereich auf städtebauliche Missstände nach § 136 Baugesetzbuch (BauGB) untersucht werden, die es rechtfertigen, eine städtebauliche Sanierungsmaßnahme als Sanierungsgebiet oder Stadtumbaugebiet zu beschließen.
Bei der Analyse des Gebietes wurden städtebauliche Missstände festgestellt, Handlungsschwerpunkte und Entwicklungsziele abgeleitet, sowie Maßnahmen entwickelt, die in einem Vorschlag zur Wahl des Sanierungsverfahrens sowie zur Abgrenzung eines Stadtumbaugebietes mündeten. Die Beteiligung der Eigentümerinnen und Eigentümer, Bewohnerinnen und Bewohner, Gewerbetreibenden sowie der lokalen Akteure war ein zentraler Bestandteil der vorbereitenden Untersuchungen. Am 21.06.2023 fand die Öffentlichkeitsveranstaltung zu den Ergebnissen der Voruntersuchungen und dem Entwurf des städtebaulichen Entwicklungskonzeptes statt.
Die Ergebnisse aus der Informationsveranstaltung und dem nachfolgenden Beteiligungsverfahren mit den Trägern öffentlicher Belange sind im Rahmen eines Abwägungsprozesses in den Abschlussbericht und das städtebauliche Entwicklungskonzept eingeflossen.