Kunst im öffentlichen Raum steht als Sammelbegriff für Kunstwerke verschiedener Epochen und Stile, die in den städtischen Parks, auf Straßen oder Plätzen von jedermann zu erleben sind. Seit Jahrhunderten gilt sie als ein fester und herausragender Bestandteil von Stadtkultur und trägt in besonderer Weise zur Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt bei. Nicht selten stehen bedeutende Werke symbolisch für die ganze Stadt und können wirkungsvoll für die touristische Stadtwerbung genutzt werden.
In jeder Kommune bedarf der Umgang mit Kunst im öffentlichen Raum besonderer Aufmerksamkeit, die sich von architekturbezogener Kunst öffentlicher Bauten und Kunst im öffentlich zugänglichen Raum erstreckt. Im Idealfall geht es aber um einen weiter gefassten Handlungsrahmen, der die Inszenierung und Ästhetik von Stadträumen, Straßen und Plätzen sowie deren „Möblierung“ einschließt und damit öffentliche Kunst mit einer umfassenden Bedeutung meint.
Kunst im öffentlichen Raum umfasst auch künstlerische Interventionen und Aktionen temporärer Art. Diese ermöglichen die Auseinandersetzung mit aktuellen Themen der Stadtgesellschaft und schaffen neue Blickwinkel auf eine scheinbar vertraute Umgebung.
Präsidium des Deutschen Städtetages, März 2013