Ausstellungen 2019

Ausstellungen 2019

Fotografien von Matthias Creutziger vom 03.12.2019 bis 12.01.2020
 © Matthias Creutziger

#kulturschwerin

mit [STÄNDIGE VERTRETUNG] ABDUL BOUDLAL guembri / THOMAS SANDER guitar, electronics /HERBERT WEISROCK baritone saxophone, ewi, electronics

Lebensgefühl Jazz

„Jazz ist nicht einfach eine Musikrichtung. Jazz ist Leben.“ bekennt der 1951 in Sachsen geborene Fotograf Matthias Creutziger. Seine Fotografien von Jazzlegenden aus aller Welt beschreiben dieses Lebensgefühl in der Musik. Voller Kraft strotzen die schwarz-weiß-Aufnahmen dem Betrachter entgegen. Sie drücken die Spannung von Gesetz und Freiheit, Ordnung und Chaos, von Strenge und Lockerheit, Plan und Spontanität aus. Creutziger ist mittendrin und entführt uns in eine Welt voller Leidenschaft. Er lässt uns unverwechselbare Persönlichkeiten entdecken, die zwischen Trance und Ekstase hin und her schwanken. Creutziger hat sie alle vor seiner Kamera gehabt: Ray Charles, Miles Davis, aber auch Musiker der Klassik wie Sir Colin Davis oder Misha Mayski.

"Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale" vom 07.12.2019 bis 10.01.2020
 © Rosa-Luxemburg-Stiftung M-V

#kulturschwerin

30 Jahre politische Wende in der DDR, die Grenzöffnung und die deutsche Vereinigung rufen in diesem Jahr viele Erinnerungen wach. Ein Kapitel beschäftigt die Mehrzahl der Ostdeutschen nach wie vor besonders stark: das Agieren der Treuhandanstalt. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung MV lädt zusammen mit den Schleswig-Holstein-Haus und der Volkshochschule ‚Ehm Welk‘ vom 6.12. bis 10.1. ein, sich anhand der in den beiden Häusern gezeigten Ausstellung «Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale» mit einem der umstrittensten Kapitel der jüngsten deutschen Geschichte auseinander zu setzen.

Während die Modrow-Regierung mit der Schaffung einer Treuhandanstalt das Volkeigentum im Interesse der Bürger*innen der DDR bewahren wollte, entwickelte sich die Anstalt nach der Wiedervereinigung zur reinen Privatisierungsbehörde: Betriebe wurden privatisiert oder liquidiert. Millionen Menschen wurden quasi über Nacht arbeitslos und hatten plötzlich Existenzangst.

Viele haben das Agieren der Treuhand wie einen Schicksalsschlag empfunden, haben ihre Arbeitslosigkeit hingenommen. Wer sich gegen das vermeintliche Schicksal zur Wehr gesetzt, gegen die Betriebsschließung und für seinen Arbeitsplatz gekämpft hatte, musste oft eine schmerzhafte Niederlage einstecken. Nach jahrelangem Schweigen der Betroffenen wächst zunehmend das Bedürfnis, sich zu den Nachwende-Erfahrungen mit der Treuhandpolitik auszutauschen. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung hat dieses Bedürfnis aufgegriffen. In der von Rohnstock-Biografien kuratierten Ausstellung werden die Berichte der Betroffenen gerahmt durch die Geschichte volkseigener Betriebe und Kombinate, deren Schicksal unter dem Regime der Treuhandanstalt nachgezeichnet wird. Auch sie stehen exemplarisch dafür, wie die Treuhandanstalt mit dem volkseigenen Vermögen der DDR-Bürger*innen umging. Dabei zeigt sich: Die hier geschilderten Erlebnisse und Empfindungen stehen beispielhaft für die Lebensgeschichten von Millionen Ostdeutscher, die durch Privatisierungen, Betriebsschließungen und Massenentlassungen – zeitweilig oder dauerhaft – an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden. Besonders bitter für die Betroffenen war, dass die Treuhandanstalt auf individuelle Lebensleistungen, berufliche Qualifikationen und Kenntnisse aus 40 Jahren DDR ebenso wenig Rücksicht nahm, wie auf Emanzipationserfahrungen der Jahre 1989/90.

Das Buch «Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale» mit den Erzählungen der Zeitzeug*innen erscheint parallel zur Ausstellung.

 

„Über den Augenblick hinaus“ vom 14.09.2019 bis 24.11.2019
 © GEBERT management UG

#kulturschwerin

Fotojournalistische Arbeiten von Verena Brandt, Jens Büttner und Rolf Nobel

Im Rahmen der Ausstellung „Über den Augenblick hinaus“ stellen die international renommierten FotografInnen Verena Brandt, Jens Büttner und Professor Rolf Nobel ihre Bilder aus. Sie haben ungewöhnliche Momente und spannende journalistische Reportagen festgehalten. Es sind Bilder, die über den Augenblick hinaus Relevanz haben. Das vom Schweriner „Auslöser-Verein“ organisierte Festival-Wochenende am 14. und 15.9. präsentiert die Fotografin und die Fotografen persönlich. Alle drei BildautorInnen halten Bildvorträge, sprechen über die Entstehung und die Hintergründe ihrer Arbeiten.

Der in Hannover lebende Rolf Nobel ist ein Star der deutschen Fotoszene. Dem Fotojournalisten, und Professor der legendären Fotojournalismussparte an der Hochschule Hannover, wurde unter anderem 2016 die bedeutendste Fotoauszeichnung, der Oskar-Barnack-Preis, verliehen. Für renommierte Magazine fotografierte er eindrucksvolle Schwarz/Weiß Reportagen über sogenannte „Traveller“, die mit Wohnwagen herumziehen, über pferdeverrückte Ponykids inmitten Dublins und kleine Kohleminen in Wales. Rolf Nobels Farbreportagen setzen sich häufig mit der Arbeitswelt auseinander, von der Großgaserei in Magdeburg bis hin zur Schiffs­schraubenfabrik in Waren.

Verena Brandt aus Berlin hat trotz ihrer jungen Jahre hierzulande viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. In ihren frischen, modernen Reportagen nimmt die Fotografin mit viel Humor Alltäglichkeiten ins Visier – Menschliches und allzu Menschliches. „Dividendenbuffet“ nennt sie ihre Reportage über die eigenartige Welt der Aktionärsversammlungen. In den USA hat Verena Brandt Superhelden porträtiert, Menschen, die sich wie Comicfiguren verkleiden und – wie ihre Vorbilder C Gutes tun. Genauer gesagt: Sie unterstützen soziale Projekte.

Jens Büttner aus Gadebusch ist der klassische Newsreporter. Im Laufe seiner langjährigen Arbeit als Fotograf der Nachrichtenagentur dpa hat er nicht nur die wichtigen Ereignisse in Mecklenburg-Vorpommern dokumentiert sondern auch ein großes Archiv mit typischen Alltagsszenen zusammengetragen – dies in einer herausragenden Qualität. Der Lokalmatador unter den drei Festival-Fotografen wird vorwiegend regionale Bilder zeigen, bietet gleichzeitig Einblick in den Alltag eines Pressereporters, der nichts mit Bildmanipulation oder der sogenannten Lügenpresse gemein hat. Die BesucherInnen der Ausstellung sind eingeladen, sich ein ganz eigenes Bild von fotojournalistischer
Arbeit zu machen.

"Texturen der Verschwendung" vom 13.09.2019 bis 24.11.2019
 © GEBERT management UG

#kulturschwerin

von Eva Ammermann & Angela Preusz

Das Thema „Ressourcen“ und ihre inneren und äußeren Aspekte stehen im Mittelpunkt der Arbeiten von Eva Ammermann und Angela Preusz. In „Lahooh“ setzt sich Ammermann anhand des traditionellen Fladenbrots aus Somalia mit Lebenskonzepten, Konsumverhalten, Schonung der Umweltressourcen, sowie dem respektvollen Umgang mit Mensch und Tier auseinander.

Angela Preusz widmet sich unserem Trinkwasser. Neben der alltäglichen Nutzung macht sie auf das sogenannte „virtuelle Wasser“ aufmerksam. Es ist die jeweils verbrauchte, verdunstete oder verschmutzte Wassermenge, die bei der Herstellung und dem Transport von Industriegütern und Lebensmitteln tatsächlich anfällt. Die ausgestellten Zeichnungen und Stillleben thematisieren Mensch und Natur im Kontext von Ästhetik und Nachhaltigkeit sowie Ressource und Verbrauch.

ZINNFIGUREN "en Miniature" vom 16.06.2019 bis 08.09.2019
 © GEBERT management UG

Schwerin war eines der ältesten Zentren der Zinnfigurenherstellung in Deutschland. Die frühesten erhaltenen Zinnfigurenformen sind älter als 220 Jahre. Schweriner waren es auch, die sich 1924 zu einer der ersten wissenschaftlichen Forschungs- Sammlergesellschaften zusammenschlossen.

Die Ausstellung entführt in faszinierende Miniatur-Welten, die sich in detailgetreu gestalteten Dioramen entfalten. 

Von der Urzeit über die Antike und die Wikinger, vom Mittelalter bis in die Postmoderne reicht das historische Spektrum. Mode, Fahrzeuge und Technik, Pflanzen und Tiere, Militär und Phantasy: der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Hier tummeln sich keineswegs nur Zinnsoldaten! Literarische Exkurse zeigen darüber hinaus: die Zinnfigur gehörte einst zum Leben – nicht nur der Kinder.

Ein attraktives Rahmenprogramm macht mit der Geschichte und Herstellungspraxis von Gussformen, Zinnfiguren und Dioramen bekannt. 

Eine Begleitbroschüre und ein Shopangebot mit eigens für die Ausstellung produzierten Zinnfiguren lassen die Ausstellung zum besonderen Erlebnis für alle Altersgruppen werden.

Biennale des Norddeutschen Kunsthandwerkes vom 28.04.2019 bis 10.06.2019
 © GEBERT management UG

Formvollendet-hochwertig-zeitgenössisch! Noch bis zum Pfingstmontag können BesucherInnen Handwerks- und Designkultur aus Norddeutschland im Kulturforum Schleswig-Holstein-Haus bewundern. Zum zweiten Mal findet in Mecklenburg-Vorpommern die Biennale des Landesverbandes Kunsthandwerk MV e. V. statt. Wie auch vor zwei Jahren hat der Verband Kooperationspartner eingeladen, um einen repräsentativen Überblick über die professionelle Szene im Norden Deutschlands zu geben. Dieses Mal ist der Verband Angewandte Kunst Schleswig-Holstein e. V. zu Gast. Welcher Ort könnte da geeigneter sein, als Schleswig-Holstein-Haus in Schwerin mit seiner geschichtlichen Verbindung zu diesem Nachbarbundesland.

32 AusstellerInnen aus Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein präsentieren zeitgenössische und innovativen Arbeiten. Die Besucher erwartet qualitativ hochwertige Handwerks- und Designkunst aus den Bereichen Keramik, Porzellan, Stoff, Papier, Metall, Holz, Email und Schmuck.

NEUE MITGLIEDER des Künstlerbundes Mecklenburg und Vorpommern e. V. im BBK
vom 29.03.2019 bis 22.04.2019
 © Künstlerbund MV e. V. im BBK

Jacqueline Duhr

Sarah Fischer

Katrin Herrmann

Petra Steeger

Die Ausstellung zeigt mit Werken von vier ausgewählten neuen Mitgliedern des Jahres 2019 aktuelle Künstlerische Positionen aus Mecklenburg und Vorpommern. Die Künstlerinnen präsentieren Arbeiten aus den Bereichen Grafik, Fotografie, Zeichnung, Installation und Stickerei.

 

Gefördert durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern

„Vorsicht, Heimat!“ - Deutscher Karikaturenpreis 2018 vom 22.02.2019 bis 22.04.2019
 © GEBERT management UG

„Vorsicht, Heimat!“ lautet das Thema der diesjährigen Karikaturenausstellung im Kulturforum Schleswig-Holstein-Haus. Zu sehen sind die besten Arbeiten des bedeutendsten Karikaturenpreises. Nun schon zum 19. Mal wurde der Deutsche Karikaturenpreis von der Sächsischen Zeitung und dem Weser Kurier ausgeschrieben. Aufgrund der Aktualität haben sich zahlreiche Karikaturisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beteiligt. Mit 1.045 eingereichten Arbeiten ist dies mehr als im Vorjahr.

Selbstverständlich werden die Preisträger zu sehen sein, so etwa die FAZ-Zeichner Achim Greser und Heribert Lenz, die den „Geflügelten Bleistift in Gold“ erhielten, aber auch Til Mette ausgezeichnet für seine Gesamtleistung. Mit ihrer Zeichnung „Fremdenfeindlichkeit“ gewannen Hauk & Bauer in der Kategorie „Besondere Leistung“. Als beste Newcomering würde Sabine Winterwerber ausgezeichnet. Sie ist gleichzeitig mit Erwin Sellering und anderen Gesprächsgast am 19. März in Schwerin.

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis ist die bedeutendste Auszeichnung für Karikaturisten im deutschsprachigen Raum und wird jährlich gemeinsam mit dem Weser-Kurier von der Sächsischen Zeitung ausgelobt.

Der Katalog zum Wettbewerb ist zum Preis von 17,90 Euro in der Ausstellung zu haben.

Alfred Heth 1948-2013
Metamorphosen eines SchaffendenAusstellung vom 8.12.2018 bis 24.03.2019
 © Stiftung Mecklenburg

Er lebte in relativer Zurückgezogenheit – der Ausnahmekünstler Alfred Heth schuf ein vielschichtiges Universum, in dem er mit unterschiedlichsten Materialien Ausdruck für komplexe Strukturen und Zustände fand. Die Schau in der Kleinen Galerie lädt dazu ein, sich auf die eigenwillige, oft spröde Gestaltungsästhetik eines Künstlers einzulassen, der faszinierende Sinnbilder für den Menschen und sein Dasein in der Welt schuf. 

Gezeigt werden vielfältige Arbeiten aus dem Bestand der Stiftung Mecklenburg und aus dem Nachlass des Künstlers. Der aus der Schaalsee-Region stammende Maler, Bildhauer und Grafiker Alfred Heth war nach dem Studium in Leipzig in Güstrow und Wismar tätig. Gemeinsam mit Jutta Heth, Ehefrau und Nachlassverwalterin des Künstlernachlasses sowie in Kooperation zwischen der Stiftung Mecklenburg und dem Kulturforum Schleswig-Holstein-Haus ist diese Ausstellung entstanden, um einen herausragenden Künstler aus Mecklenburg-Vorpommern zu würdigen.

Ernst Höhne - Fotograf aus Leidenschaft vom 9.12.2018 bis 17.02.2019
 © LHS Freilichtmuseum für Volkskunde Schwerin-Mueß

Etwa 170.000 Fotografien umfasst das Archiv, das der frühere SVZ-Fotograf Ernst Höhne dem Freilichtmuseum Schwerin überlassen hat. Ab dem 9. Dezember werden in der Personalausstellung „Ernst Höhne - Fotograf aus Leidenschaft“ im Kulturforum Schleswig-Holstein-Haus etwa 100 Fotografien aus seinem Lebenswerk gezeigt.

40 Kilometer Film hat der Bildreporter in seiner Schaffenszeit belichtet. Etwa eine Million Klein-Bild- und Mittelformatnegative sind so entstanden. Unzählige Filmstreifen in kleinen, sorgsam beschrifteten und klug sortierten Tüten bilden ein enormes Fotoarchiv, das nun auszugsweise in einer Ausstellung präsentiert werden kann. Ein Glücksfall, denn die Bilder dokumentieren nahezu ein halbes Jahrhundert Regional- und Landesgeschichte. 

Schon 1960 leitete Höhne die Bildredaktion der Schweriner Volkszeitung. Die Fotografentätigkeit führte ihn bis 1995 an die spannendsten Orte seiner Zeit. Viele seiner Fotografien wurden veröffentlicht. Andere haben unveröffentlicht ihren Weg in das Archiv gefunden. Den Wert der Sammlung machen dabei nicht die bereits veröffentlichten Motive der Zeitgeschichte aus. Es sind die zahllosen Bilder, die nur im Ernst-Höhne-Foto-Archiv überlebt haben und dort auf ihre Wiederentdeckung warten.

Für die große Personalausstellung wurden aus dem Höhne-Archiv sieben Bild-Reportagen aufbereitet, die eindringlich die Entwicklung der Stadt Schwerin und der Region von 1956 bis 1996 widerspiegeln.

Menschen auf der Flucht vom 11.12.2018 bis 20.01.2019
 © Amnesty International

Wie kann es sein, dass Menschen ihr Zuhause verlassen und sich und ihre Familie auf beängstigenden Fluchtrouten in Gefahr begeben? Wie fühlt es sich an, alles stehen und liegen lassen zu müssen und in eine ungewisse Zukunft aufzubrechen? Wie viel Kraft kostet es, sich in einer neuen Umgebung zurechtzufinden und sich in einer unbekannten Sprache verständlich zu machen?

Besuchen Sie unsere Ausstellung und verschaffen Sie sich einen Eindruck davon, was es bedeuten kann, auf der Suche nach Schutz zu sein.

Die Ausstellung "Menschen auf der Flucht" erzählt in bewegenden Fotografien Geschichten aus der ganzen Welt über Flucht in den vergangenen 70 Jahren. Die Amnesty International-Gruppe Schwerin präsentiert sie im Saal des Kulturforums im Schleswig-Holstein-Haus aus Anlass des 70. Jahrestages der Unterzeichnung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Eröffnung mit Empfang und dem Kurzfilm "Bahar in Wonderland" am 10. Dezember um 18.00 Uhr im Kulturforum im Schleswig-Holstein-Haus Schwerin.

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