Ausstellungen

Aktuelle Ausstellungen

„Bis hierhin und weiter“ - Deutscher Karikaturenpreis 2016 vom 19.10. bis 26.11.2017
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„Bis hierhin und weiter!“ so lautete das Motto des 16. Deutschen Karikaturenpreises 2016. Aus über tausend Einsendungen wurden die Besten ausgewählt und die ersten Drei prämiert. Zu sehen sind Karikaturen von Größen wie Marunde, OL und Hurzlmeier. Meisterliches von Mario Lars aus Gnevern und Thomas Luft aus Schwerin stehen für die kreative Szene im eigenen Bundesland. Vom raffinierten Bild über bissigen Spott bis hin zum quasi absoluten Lacher ist alles vertreten.

Zum 17. Mal wurde unter dem Motto „Bis hierhin und weiter!“ der mit 11.000 Euro dotierte Deutsche Karikaturenpreis 2016 in Dresden verliehen. Es handelt sich hierbei um die bedeutendste Auszeichnung für Karikaturisten im deutschsprachigen Raum. 228 KünstlerInnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nahmen teil.

Nun zeigt auch das Schleswig-Holstein-Haus neben einer Auswahl der besten Karikaturen dieses Wettbewerbes die Preisträger Klaus Stuttmann, BUTTSCHKOW und Bettina Bexte.

Mit bissigem Humor geben die sehr vielfältigen Arbeiten darüber Auskunft, was uns derzeit beschäftigt. Ob Terrorangst, Politikverdruss oder VW Dieselaffäre, es ist alles dabei.

Zur Ausstellung gibt es einen Katalog.

 

Eintritt: 5,- € / erm. 3,- €

 

Mehr Infos zum Deutschen Karikaturenpreis:

http://www.deutscherkarikaturenpreis.de

Flyer zur Ausstellung

Logik der MACHT der Logik vom 06.10. bis 26.11.2017
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30 Bildkünstler assoziieren Adolf Glaßbrenners Gedicht „Allerhöchste Logik“

In einem Projekt der Gesellschaft MECKLENBURGICA haben Maler und Grafiker  aus Mecklenburg und Vorpommern das vor über 170 Jahren in Neustrelitz verfasste und im Lyrikband „Verbotene Lieder“ (Bern, 1844) veröffentlichte Gedicht mit der Sprache der Bilder bearbeitet und jeweils ein Künstlerheft geschaffen.

Das künstlerische Ergebnis ist überraschend und außerordentlich vielseitig; die Betrachtung der mehr als 120 Bilder ist spannend.

Beteiligte Künstler: Ursula Bahr (Alt Meteln), Edith Beckmann (Plate), Caroline von Bodecker (Wittenförden), Feliks Büttner (Rostock), Barbara Ebert (Güstrow), Volkmar Förster (Banzkow/ Funkenhagen), Antje Fretwurst-Colberg (Dänholm), Friedrich-Wilhelm Fretwurst (Dänholm), Reinhard Fritz (München), Rainer Grassmuck (Neustrelitz), Werner Grimmer (Parchim), Wilko Hänsch (Hohen Viecheln), Annelise Hoge (Bergen), Horst Holinski (Zittow), Ulla Holtschneider (Vipperow), Joachim John (Frauenmark), Hilmar Koch (Krakow am See),  Cornelia Kestner (Neustrelitz), Katrin Lau (Baumgarten), Sibylle Leifer (Sanz/Groß Kiesow), José Garcia y Más (Bansin), Klaus Parche (Ueckermünde), Jürgen Schäfer (Groß Brütz), Hans W. Scheibner (Maßlow), Manfried Scheithauer (Güstrow), Anneliiese Schöfbeck (Hohen Viecheln), Dietmar Schramm (Steffenshagen), Anita Schubert (Neddemin), Thomas Wageringel (Schwerin), Matthias Wegehaupt (Ueckeritz), Karin Zimmermann (Maßlow).

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

 

Eintritt: 3,- €

Flyer zur Ausstellung

Vorschau

FAKtisch - Designausbildung an der Fach- und Hochschule für angewandte Kunst Heiligendamm 1953 bis 2003 vom 10.12.2017 bis 18.2.2018
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Eröffnung am Samstag 9.12.2017 um 15:00 Uhr

 

In einem Zeitrahmen von 50 Jahren sind in Heiligendamm kreative junge Menschen in den Bereichen Grafikdesign, Produktgestaltung, Schmuck, Keramik oder Innenarchitektur ausgebildet worden. Die Bezeichnungen der Fachrichtungen wechselten, aber Inhalte und Grundlagen behielten eine erstaunliche Kontinuität.

Ausgehend von der Werkbundidee, gebrauchsfähiges Kunst-Handwerk zu entwickeln, wandelte sich der Ausbildungsinhalt stark in Richtung Industriedesign oder Produktgestaltung. Trotzdem blieb das Hand-Werk ein grundlegendes Element der Kenntnisvermittlung. Gemeinsam durchliefen alle Studierenden ein Grundstudium mit theoretischen Fächern, praktischem Naturstudium und übergreifenden Gestaltungsaufgaben.

Aus einer extrem teamorientierten Situation, wie sie durch die „Insellage“ von Heiligendamm befeuert wurde, sind viele herausragende Spezialisten hervorgegangen. Besonderes Merkmal der FAK-Ausbildung war jedoch der ausgeprägte Ateliergedanke – gemeinsames Kreativsein im Austausch mit allen Fachrichtungen.

Die Ausstellung im Schweriner Schleswig- Holstein-Haus zeigt, erstmalig gesammelt, Studien- und Abschlussarbeiten der fünf Jahrzehnte und dokumentiert Kontinuität und Wandel der Gestalterausbildung an der FachHochschule für angewandte Kunst Heiligendamm 1953 bis 2000. Einige jüngere Arbeiten der Absolventen gehen der Frage nach, wie grundlegend und prägend die Ausbildung für die späteren Lebenswege war. Dozenten und Professoren als kreative Paten und Impulsgeber für die Studierenden werden ebenso in der Ausstellung gezeigt. Aktuelle Studienarbeiten der Fakultät Gestaltung an der Hochschule Wismar schlagen den Bogen in die Gegenwart.

Heiligendamm oder „St. Damme“ ist in der Erinnerung der Absolventen nicht denkbar ohne das intensive studentische Leben. Fasching, Einstand der Erstsemester, Seifenkistenrennen oder Drachenfest sind Kontinuitäten über Jahrzehnte hinweg, die die Kreativität der Studierenden beflügelte und die von dem politisch mitunter argwöhnisch beobachteten freiem Geist außerhalb der Lehrpläne erzählen. Auch dies findet Platz in der Ausstellung.

 

Eintritt: 6,- €/ erm. 4,- €

 

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt mit der Stiftung Mecklenburg.

 

Archiv 2017

Wir sind alle illegal vom 25.8. bis 15.10.2017
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„Kein Mensch hat das Recht… zu gehorchen“ Hannah  Ahrendt (1906-1975), Philosophin

 

Wir sind alle illegal ist kein Aufruf zur Anarchie, sondern ein Statement für Mut und Menschlichkeit. Wann ist illegales Tun moralisch legitim bzw. menschlich verpflichtend? Warum ist gesetzestreues Handeln mitunter moralisch illegitim?

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler aus Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Berlin ließen sich auf einen Prozess ein, der sie in der Auseinandersetzung und Hinterfragung der Begriffe legal/illegal zu sehr unterschiedlichen Inhalten und künstlerischen Ergebnissen führte. Die Vielfalt der künstlerischen Ausdrucksmittel und Perspektiven schafft Annäherung zwischen kulturellen Welten. Ideen, Verbindendes zu Gemeinschaften und Landschaften sowie Traumata, Flucht und Vertreibung werden in der Ausstellung thematisiert, als Thema, das Spuren in der Geschichte jedes Einzelnen hinterlassen hat und damit jeden angeht.

 

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler: Kerstin Borchardt, Annette Czerny, Takwe Kaenders, Gudrun Brigitta Nöh, Grit Sauerborn, Andre van Uehm, Rainer Viltz, Timo Vogt, Barbara Wetzel, Miro Zahra, Janet Zeugner

 

Heimat – Menschen in Mecklenburg-Vorpommern Photographien und Interviews von Manuela Koska vom 28.8. bis 3.10.2017
 © Felix Conradt, interimblau-design

Leben in Mecklenburg-Vorpommern
Eine Ausstellung über Menschen. Über Heimat. Identität. Verwurzelung. Sehnsüchte. Enttäuschungen. Freude. Hoffnungen.


Oft zufällig traf Manuela Koska auf die Menschen, die sie dann vor ihre Kamera holte und mit denen sie zugleich Interviews
führte. Menschen, die in Mecklenburg-Vorpommern zu Hause sind. Wobei sie sich nicht nur auf „Ur-Einwohner“ beschränkte, sondern auch auf jene, die von irgendwoher kamen und blieben, mit ihren Kulturen, Weltanschauungen, Lebensweisen und Besonderheiten. Sie alle hat sie portraitiert: die „Zuwanderer“, die „Ausländer“ und die „Einheimischen“. Eine Art Bestandsaufnahme, ohne Wertung, ohne Bewertung. Und sie hat grundlegende Fragen gestellt: Was bedeutet uns Heimat und wie viel Wert messen wir ihr bei? Wer sind wir? Was ist mit unserer Identität in dieser globalen Welt? Wer ist der Mensch uns gegenüber? Können und wollen wir reflektieren? Wo dürfen wir sein? Sind wir hier erwünscht? Und sie gibt Antwort zur Identität. Was bin ich? Mensch.

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt mit der Stiftung Mecklenburg.

 

Film by Bert Scharffenberg: https://vimeo.com/231779130

Multimedia Producer

Josef Hegenbarths Palette – Grafische Bild-Geschichten vom 10.6. bis 20.8.2017
Josef Hegenbarth: Sich beißender Hund, um 1956, Leimfarbe © Hegenbarth-Sammlung Berlin

Josef Hegenbarth (1884-1962) war ein begnadeter Künstler, dem es gelang mit der Zeichenfeder faszinierende Geschichten zu erzählen. Der 55. Todestag und 133. Geburtstag im Juni 2017 sind ein guter Grund, den Maler, Grafiker und Illustrator zu würdigen. Zumal seine letzte Ausstellung in Schwerin vor 43 Jahren stattfand. Der Ausstellungstitel „Hegenbarths Palette – Grafische Bild-Geschichten“ verweist auf das umfangreiche und vielseitige Schaffen des Künstlers. Seine Zeichnungen erinnern zuweilen an Karikaturen oder Comics und strahlen auch für heutige Betrachter eine beeindruckende Frische aus.

Erstmalig vereint das Schleswig-Holstein-Haus in Schwerin in seiner Ausstellung zwei hervorragende Hegenbarth-Sammlungen. Vom 9. Juni bis 20. August 2017 werden Originalzeichnungen aus den 1920er bis 1960er Jahre aus der Hegenbarth Sammlung Berlin und dem Kupferstichkabinett des Staatlichen Museums Schwerin gezeigt.

Die Berliner Sammlung kann auf „fabel“hafte und oft humorvolle Tierdarstellungen und Zirkusszenen verweisen. Auch Illustrationen zu Werken der Weltliteratur, denen sich Hegenbarth Zeit seines Lebens intensiv widmete, befinden sich darunter.

Vor allem mit lebensnahen Straßenszenen ist die Schweriner Hegenbarth Sammlung des Staatlichen Museums vertreten. In ihrer Art stehen die Werke George Grosz und Heinrich Zille nahe und weisen Hegenbarth als aufmerksamen Chronisten des Lebens aus.

Die Schweriner Sammlung verbindet eine ganz besondere Geschichte mit Hegenbarth. 1974 richtete der Kunsthistoriker Manfred Franz im Staatlichen Museum anlässlich des 90. Geburtstages des bedeutenden Künstlers eine Ausstellung aus. Zum Dank schenkte die Witwe Johanna Hegenbarth dem Schweriner Kupferstichkabinett einen beträchtlichen Bestand von Hegenbarth Grafiken, die nun im Schleswig-Holstein-Haus ausgestellt werden.

Wolfgang Mattheuer - Grafiken vom 1.7. bis 20.8.2017
Wolfgang Mattheuer: Hinter den sieben Bergen, 1970, Holzschnitt © Kunsthalle Rostock

Wolfgang Mattheuer zählt neben Bernhard Heisig und Werner Tübke zu den bedeutendsten Vertretern der Leipziger Schule. Der Maler und Grafiker Wolfgang Mattheuer hatte einen ganz eigenen Stil entwickelt, der sich zwischen Neuer Sachlichkeit und Surrealismus à la René Magritte verorten lässt.

Anlässlich seines 90. Geburtstages zeigt das Schleswig-Holstein-Haus eine beachtliche Auswahl von über 30 Grafiken aus dem Bestand der Kunsthalle Rostock, die sich zur gleichen Zeit seinen Gemälden widmet. Die Arbeiten beleuchten die wichtigsten Stationen seines künstlerischen Schaffens. Mattheuer verstand es, durch eine klug verschlüsselte Bildsprache, Kritik am sozialistischen Staat zu üben, die die ostdeutschen Bürger verstanden, dem Staatsapparat jedoch keine greifbaren Beweise gegen ihn lieferten.  

Wolfgang Mattheuers Werke bewegen zum genauen Hinsehen und zum grundsätzlichen Nachdenken über das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft. Damit ist seine Botschaft aktueller denn je.

Die Olsenbande – im Rahmen des FILMKUNSTFESTES MV vom 3.5. bis 25.6.2017
Die Olsenbande © Rolf Konow

Das FILMKUNSTFEST MV hat in diesem Jahr Dänemark als Gastland auserkoren. Aus diesem Grunde zeigt das Schleswig-Holstein-Haus eine kleine Schau mit Bildern und Objekten zu der wohl bekanntesten Filmreihe Dänemarks – der Olsenbande. Die Ausstellung dokumentiert die gleichnamige dänische Reihe mit vierzehn Kriminalkomödien, die zwischen 1968 bis 1998 gedreht wurden. Höhepunkt der Ausstellung wird die Eröffnung durch den dänischen Schauspieler, Theaterregisseur und „Benny“-Darsteller Morten Grunwald sein.

Neben zahlreichen Fotografien von Rolf Konow von berühmten Szenen aus den Filmen der Olsenbande, erwarten die Besucher Aufnahmen mit Blicken hinter die Kulissen. Die dänischen Filmplakate aller 14 Filme werden gezeigt, aber auch jene Plakate, die in der DDR durch namenhafte Illustratoren wie Manfred Bofinger oder Feliks Büttner geschaffen wurden. Weitere Plakatkostbarkeiten aus osteuropäischen Ländern können bestaunt werden. Selbstverständlich dürfen die prägnanten Symbole der Olsenbande nicht fehlen, die da wären: die Melone von Egon (Ove Sprogøe), das rätselhafte Messingstück von Benny (Morten Grunwald) und die Hebammentasche von Kjeld (Poul Bundgaard). Auch der Sommerhut von Kjelds Ehefrau Yvonne (Kirsten Walther) wird ausgestellt, sowie einige originale Kostümzeichnungen der Kostümbildnerin Lotte Dandanell. Filmsequenzen und Hörbeispiele aus den Filmen lassen die Olsenbande lebendig werden. Das wohl größte Ausstellungsstück ist der Chevrolet Bel Air, ein amerikanischer Wagen aus den 1950er Jahren, mit dem die Olsenbande so manchen Coup starteten. Für den sicheren Transport des Oldtimers sorgt einer der langjährigen Sponsoren des FILMKUNSTFESTs MV, die Stern Auto GmbH in Schwerin.

Natürlich dürfen sich die Besucher der Ausstellung und des 27. FILMKUNSTFESTs  auch auf Filme mit der Olsenbande freuen. Mindestens drei Klassiker in der DEFA-Version sollen gezeigt werden, die exklusiv durch die Leser der Schweriner Volkszeitung ausgewählt werden. Die SVZ wird alle zehn Titel veröffentlichen, aus denen die drei Wunschfilme ausgewählt werden können.

Mahmoud Dabdoub FOTOGRAFIEN - DDR 1981 bis Palästina 2016 vom 12.3. bis 23.4.
Trabi-Reparatur, Beethovenstraße, Leipzig, 1984 © Mahmoud Dabdoub

Abenteuerlich aufgebockt steht ein Trabant „auf Kippe“. Mit großer Selbstverständlichkeit repariert ein Mann auf einem öffentlichen Parkplatz in Leipzig sein Auto. 1984 nahm der Fotograf Mahmoud Dabdoub dieses kuriose Bild auf. „Es sind die Menschen, die mich interessieren.“ lässt Dabdoub über seine Fotografie verlauten. Von diesem Interesse angetrieben, entstehen bis heute unzählige Aufnahmen.

Mahmoud Dabdoub kam als 23-Jähriger aus einem libanesischen Flüchtlingslager 1981 in die DDR, um sich an der renommierten Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig für ein Fotografie-Studium zu bewerben. Sein Talent, die Dinge auf eine besondere Art festzuhalten, wurde erkannt und er blieb. Sein Studium absolvierte er unter so bekannten Größen wie Arno Fischer, Evelyn Richter oder Maria Sewcz. Vorrangig fotografierte er in Leipzig, aber einige Male führte ihn sein Weg auch nach Mecklenburg-Vorpommern und vor allem nach Schwerin. Dort entstanden hunderte Bilder vom Alltag der Menschen, sei es auf dem Markt oder dem ehemaligen Leninplatz (jetzt Marienplatz).

Im Schleswig-Holstein-Haus werden über 80 Fotografien von Mahmoud Dabdoub ausgestellt. Sie umfassen Aufnahmen von 1981 in der ehemaligen DDR bis hinzu Fotografien von 2016 aus Palästina. Einen besonderen Schwerpunkt bildet das sogenannte „Schwerin-Kabinett“. In einem eigenen Raum widmet Dabdoub den Schwerinern über 20 Bilder aus ihrer Stadt aus den 1980er Jahren.

Der Eintritt kostet 5,- €, ermäßigt 3,- €. Die einmal gekaufte Karte berechtigt zum mehrmaligen Besuch für die gesamte Dauer der Ausstellung.

Durch den Monsun - Natur in der japanischen Kunst vom 30.4. bis 5.6.2017
Meereswellen, japanische Katagami, vor 1898 © Staatliche Kunstsammlung Dresden

Japan hat sein ganz eigenes Verhältnis zur Natur. Anhand wertvoller japanischen Katagami aus dem 19. Jahrhundert mit kunstvollen Pflanzen- und Tierdarstellungen soll der ästhetischen Vorstellung von Naturphänomenen nachgegangen werden. Eine Brücke zwischen fernöstlicher und westlicher Natur- und Kunstauffassung stellen die Dokuboku-Tuschzeichnungen von Prof. Heinrich Johann Radeloff dar. Der gebürtige Mecklenburger lebte nahezu 40 Jahre in Kyoto und vermittelt in seiner Bildwelt sowohl westliche als auch fernöstliche Traditionen. Einen Blick auf die nahe Gegenwart japanischer Natur- und Umweltphänomene gibt der international renommierte Fotograf Hans-Christian Schink. In seiner beeindruckenden Serie Tōhoku von 2012 lotet er fotografisch die Macht der Naturgewalt gegenüber dem Menschen ein Jahr nach dem verheerenden Tsunami in Japan aus.

Künstlerbund Mecklenburg und Vorpommern e. V. vom 1.4. bis 23.4.
Martin Feistauer: „SPR001MF“, 2016, Acryl auf Multiplex © Tom Dachs

Einmal im Jahr nimmt der Künstlerbund Mecklenburg und Vorpommern e. V. im BBK neue Mitglieder auf. Sieben Künstlerinnen und Künstler wurden in diesem Jahr von der Aufnahmekommission des Künstlerbundes aufgenommen.

In der Ausstellung „Neue Mitglieder“ sind Werke von Lena Biesalski, Lotte Buch, Martin Feistauer, Christian Frosch, Grit Piolka, Katharina Vogt und Rainer Weber zu sehen. Zeitgenössische Positionen von Fotografie über Malerei und Keramik bis hin zur Installation von Künstler/innen mehrerer Generationen zeigen Vielfalt, Qualität und Freude an Experimenten. Die neu aufgenommenen Künstlerinnen und Künstler wurden im Februar 2017 von der siebenköpfigen Aufnahmekommission, Mitglieder des Künstlerbundes MV ausgewählt.

 

Die Rostockerin Lena Biesalski studierte in Halle an der Burg Giebichenstein Bildende Kunst mit einem Schwerpunkt auf Keramik und setzt sich intensiv mit dem Medium Fotografie auseinander. Thematisch befasst sie sich in ihren Arbeiten mit dem "Zusammenfinden" und untersucht Prozesse des Aufeinandertreffens in sämtlichen Bereichen des Lebens.


Lotte Buch schloss ebenfalls ihr Diplom an der Burg Giebichenstein mit Schwerpunkt auf Keramik und Plastik ab. Sie lebt und arbeitet in Hirschburg. Die Grenzen des Materials, in erster Linie Ton und Porzellan sind das Testfeld ihrer künstlerischen Auseinandersetzung.


Auch Martin Feistauer, gebürtig aus Stralsund, hat sein Kunststudium in Halle absolviert und legt seinen Schwerpunkt auf Malerei und Textil. In seinem Werk treten serielle Farbfolgen mit malerischem Gestus neben "Begriffsbilder", gemalte Worte, die zu Bildern werden.


Christian Frosch hat die Professur für das Fach Malerei-Zeichnung-Raum und interdisziplinäre künstlerische Strategien an der Universität Greifswald inne und befasst sich als freischaffender Künstler seit 1998 mit „Malereiforschung", den künstlerischen Schaffensvorgängen im Atelier als Labor.


Grit Piolka siedelte aus Thüringen nach Stralsund um und wechselt als Mitglied des BBK nach Mecklenburg-Vorpommern. Sie studierte Malerei und Grafik in Halle an der Burg und widmet sich mit ihrer Malerei der Landschaft und den Formen und Farbigkeiten des Lebendigen.


Objekte, Zeichnungen und Grafik schafft Katharina Vogt, die in Triepkendorf in der Feldberger Seenlandschaft lebt und arbeitet. Archaisch anmutende Objekte und Zeichnungen mit expressiven, sich beinahe im Verschwinden befindlichen Linien prägen ihre Arbeit. Die studierte Kommunikationsdesignerin hat in Berlin Weißensee ein künstlerisches Grundstudium absolviert.


Der Maler Rainer Weber entwickelt Farb- und Formkompositionen, die ihre Motive in der gegenständlichen Welt meist noch zu erkennen lassen. Auch mit Zeichnungen untersucht er seit seinem Umzug von Leipzig nach Stralsund maritime Themen. Weber schloss mit dem Schwerpunkt Theatermalerei an der Hochschule der Bildenden Künste Dresden ab.

Ideen für das Schleswig-Holstein-Haus vom 10.3. bis 26.3.
Zur Ausstellungseröffnung © Landeshauptstadt Schwerin/Antje Schunke

Studentische Arbeiten der Hochschule Wismar

Studentinnen und Studenten der Hochschule Wismar/Fakultät Gestaltung waren aufgefordert, für das Schleswig-Holstein-Haus Ideen zur Verbesserung des Außen- und Innenraums und der Kommunikation generell zu formulieren.

Im Ergebnis sind unterschiedliche Entwürfe entstanden, die dem Vorplatz eine neue Dimension geben, auf Historisches Bezug nehmen, innovative Aspekte inmitten der Innenstadt Schwerins thematisieren und die Kommunikation fördern.

Zu sehen sind Entwürfe von Linda Haupt, Max Grieshaber, Patrik Ehlert, Janice Bockstiegel und Hendrik Schmidt. Begleitet wurde das Projekt von den Professoren Gerd Baron, Annette Leyener und Henning Schellhorn.

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