Veranstaltungen

Filmreihe BRUDERKUSS - VISIONEN & ALLTAG Sozialistische Realität im osteuropäischen Kino

von Freitag den 13. April bis Dienstag den 17. April 2018
Das Land hinter dem Regenbogen © Progress DEFA

Freitag 13.04. 19:30 Uhr

Filmreihe BRUDERKUSS: Vision und Alltag im Sozialismus

Berlin um die Ecke

DEFA 1965, R: Gerhard Klein, mit Filmgespräch

Es ist der vierte Film der Berlin-Reihe von Gerhard Klein und Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase, welcher vom Leben kleiner Leute im Berlin der 1960er Jahre handelt. Der Fim wurde 1965 verboten, da der Film einen Generationenkonflikt unterstelle, an dem die Alten schuld seien. Darauf wurde er im Zustand des Rohschnitts, also ungemischt und ohne Musik, abgebrochen, eingelagert und erst 25 Jahre später beendet – und zwar so, „dass die Wunden seiner Entstehung deutlich sichtbar bleiben“. (O-Ton Wolfgang Kohlhaase).

 

Samstag 14.04. 19:30 Uhr

Karla

DEFA/DDR 1965, R: Hermann Zschoche, mit Filmgespräch

Voller Begeisterung tritt die junge Karla Blum ihre erste Stelle als Lehrerin einer Oberschule an. Mit ihren unkonventionellen Denkansätzen trifft sie jedoch schnell auf Widerstände. Herrmann Zschoches Plädoyer für selbständiges und kritisches Denken fiel wie viele andere Filme, die Mitte der 1960er-Jahre entstanden, der Zensur durch das 11. Plenum des Zentralkomitees der SED zum Opfer und kam erst 1990 zur Aufführung.
Frisch von der Universität, freut sich Karla auf ihre erste Stelle als Lehrerin einer 12. Klasse an der Oberschule. Sie möchte ihre Schüler davon überzeugen, wie wichtig es ist, neugierig zu sein und scheinbare Gewissheiten zu hinterfragen. Damit gerät sie schnell ins Visier der Behörden und einer systemkonformen Schulrätin, aber auch vieler Kollegen und einiger Schüler. Rückhalt findet sie in einem ehemaligen Journalisten, der nicht über die Verbrechen der Stalin-Zeit berichten durfte, und dem Direktor, der von den bitteren Erfahrungen der Kriegs- und Nachkriegsära geprägt wurde.
Das psychologische Kammerspiel zeigt, wie natürliche Neugier und Wissensdrang junger Menschen in einem vergifteten und von Anpassungsdruck geprägten Umfeld langsam vertrocknen und absterben. Auch Karla selbst wird unmerklich in eine „bequeme“ Angepasstheit gezwungen.

 

Sonntag 15.04. 19:30 Uhr

Das Land hinter dem Regenbogen

DDR 1990, R: Herwig Kipping

Nach dem Zusammenbruch der DDR erhält Herwig Kipping - seit seinem Regie-Diplom als Geheimtipp bekannt – erstmals eine Chance, seinen lang geplanten Debütfilm zu realisieren. Eine Materialsammlung lag der DEFA schon seit 1986 vor, aber der renitent auf seinen historischen Wahrheiten bestehende Regisseur war nicht kompatibel mit der Diktatur der SED. Kein Wunder, dass ihm nun der Film zur lustvoll-sarkastischen Abrechnung mit der DDR gerät. Schauplatz ist das Dorf Stalina im Jahr 1953. Vor den Augen dreier halbwüchsiger Kinder prallen hier die Hoffnungen auf eine neue paradiesische Zeit mit den konkreten Machtkämpfen und individuellen Eigenheiten einer dörflichen Gemeinschaft zusammen und gipfeln schließlich in der Revolte des 17. Juni. Eine satirische Apokalypse in phantastischen Bildern.

 

Montag 16.04. 19:30 Uhr

Der verlorene Engel

DEFA/DDR 1965, R: Ralf Kirsten, mit Filmgespräch

Es geht um einen Tag im Leben Ernst Barlachs, den 24. August 1937; um einen Tag der Selbstverständigung, einen Tag kritischer Selbstanalyse. In der Nacht vorher raubten Unbekannte aus dem Dom zu Güstrow eine der ausdrucksstärksten Kunstschöpfungen Barlachs, den "Schwebenden Engel", der seit jener Nacht verschwunden bleibt. "Wissen meine Figuren mehr als ich?", fragt Barlach in einer Szene des Films. Man hatte ihn zum freiwilligen Austritt aus der Akademie der Künste gedrängt und selbst seine Ehrenmale für die Opfer des Weltkrieges beschlagnahmt oder vernichtet. Vereinsamt und isoliert steht dieser große Künstler vor dem Ende seiner Tage, ahnend, dass seine künstlerische Heimat links war.

 

Dienstag 17.04. 19:30 Uhr

Einer trage des Anderen Last

DDR 1987, R: Lothar Warneke

Zu Beginn der 1950er-Jahre werden ein Offizier der Volkspolizei und ein evangelischer Seelsorger durch eine Tuberkuloseerkrankung zwangsweise zu Zimmergenossen in einem Sanatorium. Im Spannungsfeld zwischen Stalin und Jesus und Parteiversammlung und Bibelstunde beginnt ein zarter Dialog zwischen zwei – auf den ersten Blick – unvereinbaren Weltanschauungen.
Der überzeugte Marxist Josef Heiliger und der gläubige Christ Hubertus Koschenz beharren zunächst demonstrativ auf ihren jeweiligen Weltanschauungen. Doch mit der Zeit fördern die Debatten in ihrem Krankenzimmer überraschende Gemeinsamkeiten zu Tage – bis der schwere Krankheitsverlauf bei einem der Kontrahenten zur Frage nach Leben oder Tod wird. Lothar Warneke gestaltet den Dialog zwischen seinen beiden Protagonisten – in der DDR-Filmgeschichte bis dato ungewöhnlich – auf Augenhöhe und inszeniert seine Handlung mit pointiertem Witz und überzeugendem Schauspiel. Der Film war mit 1,2 Millionen Zuschauern Publikumsliebling des späten DDR-Kinos. Er lässt nicht nur das sich bereits anbahnende Tauwetter erahnen, sondern zeigt auch die Kraft von Dialog, Verständigung und Verständnis.

 

Eine Veranstaltungsreihe der Rosa-Luxemburg Stiftung MV in Kooperation mit dem Schleswig-Holstein-Haus, FilmFestival Cottbus, Progress DEFA, Freundeskreis Filmkunstfest e. V., Osteuropa Freundschaftsgesellschaft MV e. V.

 

Eintritt: jeweils 5,- €

Frühjahrserwachen am 29. April 2018

OSTEUROPA zu Gast im Schleswig-Holstein-Haus
 © SHH

Im Frühjahr feiert Schwerin den farbenfrohen Saisonauftakt mit fantasievoller Kleinkunst, Natur- und Kulturerlebnissen.

Programm

13:00 Uhr ERÖFFNUNG „Die Klezomanen“ Klezmermusik

Vorplatz

13:30 Uhr KONZERT N. Losewa und W. W. Piliptschuk Bandura und Gesang
Saal

14:00 Uhr MÄRCHEN aus Osteuropa
Kleine Galerie

14:30 Uhr RUSSISCHE KURZFILME „Nu, pogodi!“ Hase und Wolf
Kleine Galerie

14:30 Uhr KONZERT A. Kryukov Bajan und Gesang
Saal

15:30 Uhr MÄRCHEN aus Osteuropa
Kleine Galerie

16:00 Uhr RUSSISCHE KURZFILME „Nu, pogodi!“ Hase und Wolf
Kleine Galerie

16:00 Uhr KONZERT N. Losewa und W. W. Piliptschuk Bandura und Gesang
Saal

17:00 Uhr KONZERT I. Storozhenko Lieder zu Puschkin u.a., St. Petersburg/ Schwerin
Saal

AUSSTELLUNG „In Samtlanden – Bilder von R. Tesmar“, Eintritt 4,- € für Alle
Große Galerie

DRUCKWERKSTATT
Druckgrafiken zu russischen Dichtern
Garten

 

Änderungen vorbehalten!

Sommerferien-Workshop vom 9. bis 12. Juli 2018

Programm

Montag 9. Juli 11.00-13.00 Uhr

Origami – Japanischen Faltkunst mit Künstlerin Yibo Beck

Mit echtem japanischen Papier wollen wir Tiere falten oder einfache Formen bis hin zum Edelstein. Lasst Euch überraschen!

für Kinder von 8 bis 18 Jahren

kostenfrei, Anmeldung bitte unter 0385 55 55 27, max. 20 Kinder

 

Dienstag 10. Juli 11.00-13.00 Uhr

Drucken in der historischen Druckwerkstatt mit Künstlerin Tanja Zimmermann

Es werden ganz einfache Druck-Techniken wie Linol- und Holzschnitt erklärt und vorgeführt. Ihr könnt schöne alte Handpressen in einer richtigen Druckwerkstatt kennenlernen. Bitte ein altes T-Shirt zum Überziehen mitbringen.

für Kinder von 8 bis 18 Jahren

kostenfrei, Anmeldung bitte unter 0385 55 55 27, max. 20 Kinder

 

Mittwoch 11. Juli 11.00-13.00 Uhr

Mitmachtänze mit Künstler Henning Spitzer

Charakteristisch für Mitmachtänze sind ihre Einfachheit, die pure Freude an der Bewegung und die fröhlich mitreißende Musik.

für Kinder von 8 bis 18 Jahren

kostenfrei, Anmeldung bitte unter 0385 55 55 27, max. 20 Kinder

 

Donnerstag 12. Juli 11.00-13.00 Uhr

Modellieren einer Tonfigur mit Künstler Henning Spitzer

Ton ist ein schönes Material, mit dem wir vielfältige Formen schaffen wollen. Bitte ein altes T-Shirt zum Überziehen mitbringen.

für Kinder von 8 bis 18 Jahren

kostenfrei, Anmeldung bitte unter 0385 55 55 27, max. 20 Kinder

A-cappella-Fest am 29. August

Aussicht

Im ausklingenden Sommer und kurz vor Beginn der Theatersaison erwartet Sie ein besonderes musikalisches Event. Die Landeshauptstadt Schwerin lädt am 29. August 2018 zum 7. A-cappella-Fest. Die geladenen Vokalensembles bieten einen facettenreichen und repräsentativen Einblick in das breite Spektrum der A-cappella-Musikszene.

Im Bereich der Weltmusik gelten AQUABELLA als das renommierteste Vokalensemble Deutschlands. Mit „Das epische Pogramm“ (ohne r!!! – ist kein Schreibfehler) präsentieren Muttis Kinder ihr aktuelles Bühnenprogramm und nehmen uns mit auf eine musikalisch-unartige Reise von Sophie Hunger über Pharrell Williams und Billy Idol bis hin zu Bibi & Tina. Das Sextett SLIXS – eine mehrfach ausgezeichnete Band, entführt uns in ungewohnte Klangwelten. Bearbeitungen von Johann Sebastian Bach kombiniert mit Beatboxing und Bodypercussion, traditionellen fernöstlichen Klängen und moderner Weltmusik, gehen eine Symbiose ein, die dem Publikum ein garantiert unvergessliches Hörerlebnis bescheren wird.

Für alle die Musik nicht nur „konsumieren“, sondern auch gern selbst singen möchten, laden wir zum Projekt Liedertausch im Saal des Schleswig-Holstein-Hauses ein. Mitgebrachte Lieder werden gemeinsam einstudiert und gesungen.

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Landeshauptstadt Schwerin - Schleswig-Holstein-Haus

Frau Antje Muck
Veranstaltungsmanagement/Marketing

Puschkinstraße 12
19055 Schwerin
+49 385 5555-25
schleswig-holstein-haus@schwerin.de

Öffnungszeiten

Dienstag - Sonntag 11:00 - 18:00 Uhr

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