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Mietspiegel

© Landeshauptstadt Schwerin/ Judith Kobel

Mietspiegel der Landeshauptstadt Schwerin

 © Landeshauptstadt Schwerin

Achtung:

Der Qualifizierte Mietspiegel der Landeshauptstadt Schwerin 2020/21 kann aus technischen Gründen nicht fristgerecht zum Jahresende der Marktentwicklung angepasst bzw. auf der Grundlage aktueller Daten entsprechend den gesetzlichen Vorgaben im Bürgerlichen Gesetzbuch (§ 558 d BGB) neu aufgestellt werden.

Ab dem 01.01.2022 gilt der bisherige Qualifizierte Mietspiegel der Landeshauptstadt Schwerin 2020/21 weiter als einfacher Mietspiegel (§ 558 c BGB). Dies bedeutet, dass der Mietspiegel ab dem 01.01.2022 nicht mehr entsprechend der gesetzlichen Festlegung in § 558 d (3) BGB die ortsübliche Vergleichsmiete verbindlich wiedergibt. Der Mietspiegel kann weiterhin in allen Fragen zur Findung einer angemessenen Miethöhe von Mietern und Vermietern herangezogen werden. Im Rahmen von Mieterhöhungsverlangen ist, soweit notwendig, ein anderes Begründungsmittel entsprechend den gesetzlichen Vorgaben in § 558 a (2) BGB ergänzend heranzuziehen.

Voraussichtlich im März 2022 wird der neue Qualifizierte Mietspiegel der Landeshauptstadt Schwerin 2022/23 veröffentlicht werden.

 

Wissenswertes rund um den Mietspiegel

Wer erstellt den Mietspiegel?

Der Mietspiegel ist durch den Arbeitskreis Mietspiegel unter Mitwirkung von

  • DMB Mieterbund Schwerin und Umgebung e.V.
  • Haus und Grund Schwerin e.V.
  • Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. Landesgeschäftsstelle Schwerin
  • Wohnungsgesellschaft Schwerin mbH
  • Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft eG
  • FBR Maklerkontor (Mitglied Gutachterausschuss)
  • Landeshauptstadt Schwerin – Fachdienst Soziales
  • Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Schwerin

nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen (mathematisch statistische Methoden) erstellt und am 02.12.2019 einvernehmlich beschlossen worden.

Wie wird der Mietspiegel erstellt?

Der qualifizierte Mietspiegel ist im Abstand von zwei Jahren der Marktentwicklung anzupassen. Dies kann gemäß § 558 d BGB anhand einer Stichprobe erfolgen oder durch Verwendung des vom Statistischen Bundesamt ermittelten Verbraucherpreisindex.

Für den Mietspiegel 2020/2021 wurden frei vereinbarte Mieten aus dem Zeitraum 01.09.2015 bis 31.08.2019 verwendet. Für die Erstellung des Mietspiegels standen Daten von 11.984 Mietwohnungen zur Verfügung. Dabei handelt es sich um 2.258 geänderte Bestandsmieten und 9.726 Neuvertragsmieten. Diese Stichprobe ist ausreichend und liefert somit sichere Angaben zur Feststellung einer ortsüblichen Vergleichsmiete.

Für die belegten Felder in der Tabelle 2 des Mietspiegels liegen Daten aus mindestens 20 Mietverträgen vor.

In den Mietspiegel nicht mit eingeflossene Mietbestände:

  • nicht als Wohnraum vermietete Wohnungen
  • preisgebundener Wohnraum
  • Wohnraum in Ein- und Zweifamilienhäusern
  • Wohnraum, für den Serviceleistungen „Betreutes Wohnen“ angeboten werden
  • Wohnraum in nicht abgeschlossenen Wohnungen
  • möblierter Wohnraum in der Wohnung des Vermieters
  • Wohnraum zum vorübergehenden Gebrauch

Für den Mietspiegel wurden die Nettokaltmiete (ohne Betriebs- und Heizkosten) und eine entsprechend den gesetzlichen Grundlagen abgeleitete Wohnfläche zugrunde gelegt.

Es hat sich für diesen Mietspiegel noch kein Einfluss der Energieeffizienz von Gebäuden auf den Mietpreis gezeigt.

Warum wird ein Mietspiegel erstellt?

Der Mietspiegel dient zur Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete.

  • Transparenz des Wohnungsmarktes
  • Schaffung von Rechtssicherheit und Verhinderung von Rechtsstreitigkeiten
  • Eines von vier Begründungsmitteln für ein Mieterhöhungsverlangen (§ 558 a BGB)
Datengrundlage und Datenermittlung

Der Mietspiegel weist ortsübliche Vergleichsmieten für nicht preisgebundenen Wohnraum vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage aus.

Es wurden nur Mieten einbezogen, die in den letzten 4 Jahren neu vereinbart (Neuvertragsmieten) oder geändert worden sind (geänderte Bestandsmieten). Es sind somit Mieten im Zeitraum zwischen dem 01.09.2015 und 31.08.2019 erfasst worden. Der Arbeitskreis Mietspiegel hat sich zur ersten gemeinsamen Beratung am 15.08.2019 getroffen. Dabei wurden u.a. der bisherige Fragebogen zur Datenerhebung (Anlage 1) und die Ausstattungstabelle (Tab. 1 im Mietspiegel) sowie die weitere Vorgehensweise besprochen.

Die Datenerhebung erfolgte durch:

  • die Veröffentlichung eines Fragebogens für die Bürger der Stadt im Internet;
  • durch Einbeziehung der am Wohnungsmarkt agierenden Wohnungsunternehmen;
  • eine Abfrage bei den Hausverwaltungen / Immobilienmaklern (keine Angebotsmieten).

Durchgeführt wurde die Datenerhebung durch die Gemeinsame Geschäftsstelle der Gutachterausschüsse für die Landeshauptstadt Schwerin und den Landkreis Ludwigslust-Parchim.

Der verwendete Fragebogen entsprach dem Fragebogen zum Mietspiegel 2016/2017, um Unstimmigkeiten in Hinblick auf die Ausstattungspunkte zu vermeiden. Die Neuerstellung erfolgte auf Basis der Stichprobenerhebung 2017, erweitert um den neu hinzugekommenen mietspiegelrelevanten Wohnungsbestand. Es konnten insgesamt 6.313 Datensätze aus der Datenerhebung zum Mietspiegel 2018/2019 übernommen werden. Neu erfasst wurden 5.754 Wohnungsmieten aus der aktuellen Erhebung. Die bei den Mietern und Vermietern bzw. Hausverwaltungen erhobenen Wohnungsdaten wurden nach der Erhebung in einer einheitlichen Datenbank mit den bereits vorhandenen Datensätzen aufbereitet und anschließend ausgewertet. Es erfolgte keine Auswahl einer repräsentativen Stichprobe, sondern es wurde die Grundgesamtheit aller vorliegenden Wohnungsmieten verwendet.

Datenschutz

Die Teilnahme an der Datenerhebung ist freiwillig. Die Auswertung der Erhebungsdaten erfolgte auf der Basis anonymisierter Daten. Die Fragebögen enthalten keine personen-gebundenen Daten und die erhobenen Daten werden nur für den Zweck der Mietspiegelerstellung verwendet. Ein Rückschluss auf den Einzelfall ist nicht möglich, da die Ausweisung der Ergebnisse in aggregierter Form vorgenommen wird. Die Fragebögen werden nach der Auswertung vernichtet. Die Vorgaben nach Artikel 13 der Europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) werden eingehalten. Das Informationsblatt des zuständigen Datenschutzbeauftragten ist im Internet unter https://www.schwerin.de/mein-schwerin/leben/planen-bauen/grundstuecksmarkt/mietspiegel/ einsehbar.

Plausibilitätsprüfung

Plausibilitätsprüfungen sind ein Maß für die Qualität der Erhebung. Entsprechende Plausibilitätskontrollen sind unerlässlich und wurden regelmäßig durchgeführt. Die in Papierform eingegangenen Fragebögen wurden zunächst in einer Datenbank separat erfasst und dabei auf Vollständigkeit überprüft. Es erfolgte eine Logikprüfung auf Stimmigkeit der angegebenen Daten und eine Prüfung auf mögliche Duplikate. Die Adressdubletten wurden auf Richtigkeit überprüft. Manuelle Rücklaufkontrollen wurden auch bei den in digitaler Form gelieferten Daten als unmittelbare Plausibilitätskontrolle vorgenommen.

Die Stichprobe der mietspiegelrelevanten Fälle wurde untersucht auf:

  • fehlerhafte und/oder unvollständige Fragebögen
  • Aussonderung von extremen Ausreißermieten
  • nicht mietspiegelrelevante Fälle u.a. wegen Überschreitung der 4-Jahresregel
  • Unklarheiten wie z.B. nicht plausible Kombinationen, dann keine Berücksichtigung.

Die angewandten Erhebungsmethoden und Plausibilitätskontrollen entsprechen bei allen Arbeitsschritten den Anforderungen an einen qualifizierten Mietspiegel.

Datenauswertung

Als Methode zur Erstellung qualifizierter Mietspiegel ist in der Wissenschaft die Tabellenmethode anerkannt. Sie wird in der Praxis angewandt und vor Gericht akzeptiert. In der Fachsprache der Statistiker werden Tabellenmietspiegel als varianzanalytisches Auswertungsdesign bezeichnet. Aus statistischer Sicht besteht das Auswertungsziel darin, die Gesamtverteilung der Quadratmetermieten derart in Teilmengen (die Tabellenfelder) zu zerlegen, das die Streuung innerhalb der einzelnen Teilmengen möglichst gering wird. Die einzelnen Teilmengen ergeben sich aus Kombinationen der Wohnwertmerkmale.

Der Schweriner Mietspiegel ist ein Tabellenmietspiegel. Der Mietspiegel 2020/2021 umfasst insgesamt 50 Mietspiegelfelder und davon sind 38 Mietspiegelfelder belegt.

Bei den erfassten Mieten handelt es sich ausschließlich um Netto-Kaltmietverhältnisse.

Die Mietspiegel der Vorjahre finden Sie im unten stehenden Archiv.

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Kontakt

Landeshauptstadt Schwerin - Gutachterausschuss

Herr Ulrich Frisch
Vorsitzender des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Schwerin
Raum: 3. Etage Raum 12 - Öffnungszeiten in Schwerin nach telefonischer Vereinbarung

Grunthalplatz 3 b
19053 Schwerin

0385 545-2751

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