Gebäudegebundene Arten

© Landeshauptstadt Schwerin/Harald Fuchs

Arten im häuslichen Umfeld

Mehlschwalben
 © Landeshauptstadt Schwerin/Harald Fuchs

Viele Schweriner Häuser liegen in unmittelbarer Nachbarschaft von Seeufern und gehören somit zum Lebensraum einiger besonders spezialisierter Tierarten, wie zum Beispiel hier den Mehlschwalben. Diese jährlich zwischen Afrika und Mitteleuropa ziehende Schwalbenart brütet aber nicht nur am Rand von menschlichen Siedlungen, sondern teilweise auch in zentraleren Stadtteilen. Als hoch spezialisierte Insektenfresser und Kulturfolger wirken sie auch im häuslichen Umfeld des Menschen positiv, indem lästige Mücken und Fliegen bejagt werden.

Vertiefende Informationen zum Schutz von "Tieren an Gebäuden" vermittelt die gleichlautende Broschüre des Landesamtes für Umwelt und Natur M.-V. (Schriftenreihe 1997/Heft 1) und die Mehlschwalben-Internetseite des NABU.

Die negativen Auswirkungen von Schwalbennestern lassen sich in vielen Fällen z.B. schon durch das Anbringen kostengünstiger sogenannter "Kotbretter" deutlich vermindern. Mit einem einfachen Brettchen, das am besten etwa 40 cm unterhalb der Nester befestigt wird, kann der Schmutz durch Kot und Nistmaterial weitgehend aufgefangen werden.

Mehlschwalben gehören, wie alle europäischen Vogelarten, zu den besonders geschützten Vogelarten in Deutschland. Ihr Lebensraum wird bedroht durch die zunehmende Flächenversiegelung, durch den Pestizideinsatz in der Landwirtschaft und nicht zuletzt durch die moderne Bauweise der Häuser und die mutwillige Zerstörung von Nistplätzen durch den Menschen 

Die Untere Naturschutzbehörde steht Ihnen für die Beratung und weitere Information unter der Schweriner Telefonnummer 545 2461 (Herr Fuchs) zur Verfügung. Nach § 44 Abs. 1 Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) ist es verboten, wildlebenden Tieren der besonders geschützten Arten nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen, zu töten oder ihre Entwicklungsformen, Nist-, Brut-, Wohn- oder Zufluchtstätten der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören.

Beeinträchtigende Handlungen sind unzulässig und werden nach § 69  BNatSchG als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße geahndet. Der gesetzliche Artenschutz erstreckt sich auf die Nist-, Wohn und Zufluchtstätten aller europäischen besonders geschützten Arten. Dauerhafte Lebensstätten, z.B. Fledermausquartiere, Mehlschwalbennester, Greifvogelhorste und Saatkrähenkolonien, unterliegen einem ganzjährigen Schutz.

Demgegenüber sind nur für die jeweilige Fortpflanzungsperiode genutzte Nester (die meisten Vogelnester) lediglich während dieses Zeitraumes geschützt. Nur für einen begründeten Fall können Befreiungen vom strengen Artenschutzes erteilt werden. Für diesen Fall sind Befreiungen von den Verboten nach § 44 BNatSchG bei der Unteren Naturschutzbehörde Schwerin zu beantragen. In begründeten Fällen werden von dort Befreiungen von den Bestimmungen des Bundesnaturschutzgesetzes auf Antrag zugelassen.

NABU - Mehlschwalben Artenschutz-Datenbank Hinweise zum gesetzlichen Artenschutz in MV Bundesnaturschutzgesetz
Wespen, Ameisen und Bienen
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19053 Schwerin
+49 385 545-2461
+49 385 545-2479
hfuchs@schwerin.de

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Frau Britta Gronewold
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